Download: Pestizid-Reduktionsplan der Grünen

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Das Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft muss nach Ansicht der Fraktion Bündnis 90/Grüne dringend überarbeitet werden.

Zum morgigen Tag der Artenvielfalt präsentiert Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Grüne, den Pestizidreduktionsplan. Die Partei hat bereits einen entsprechenden Antrag im Bundestag gestellt.

Reduktion von Pestiziden gesetzlich festlegen

Rund 100.000 Tonnen Pestizide werden in Deutschland jährlich verkauft. Für die Industrie bedeutet das einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro. Und auch wenn der Markt 2016 einen Dämpfer hinnehmen musste, da sich viele Verbraucher von chemischen Pflanzenschutzmitteln abwenden, fordert die Fraktion Bündnis 90/Grüne nun von der Bundesregierung, den Plan zur Reduktion von Pestiziden gesetzlich fest zu zurren.

Andere Länder hätten bereits erfolgreich ähnliche Modelle durchgesetzt. Auch eine Pestizidabgabe ließe sich mit Planungs- und Investitionssicherheit für LandwirtInnen und GärtnerInnen verbinden. Nicht näher zitierte wissenschaftliche Studien würden deutlich zeigen, dass in der Landwirtschaft bis zu 60 Prozent weniger Pestizide eingesetzt werden könnten und auch der ökologische Landbau gebe seit Jahren ein positives Beispiel.

Grüne fordern Neuausrichtung der Pestizid-Forschung

Teil des Plans ist eine Neuausrichtung der Forschung: Sie soll sich in Zukunft auf Gebiete jenseits von chemisch-synthetischen Pestiziden konzentrieren, so zum Beispiel auf die Züchtung robusterer Sorten und die Förderung von Nützlingen. Auch die Zulassungsverfahren bedürfen in den Augen der Grünen einer deutlichen Überarbeitung. Bestehende Lücken im Zulassungssystem müssten geschlossen werden, und dieses muss unabhängiger und transparenter aufgestellt werden.

„Immer weniger Bienen, Schmetterlinge, andere Insekten und Vögel – und zugleich von Jahr zu Jahr immer mehr Pestizide auf unseren Äckern. Diesen Trend müssen wir dringend umkehren! Auch im ureigenen Interesse von Bauern und Agrarwirtschaft, die sonst ihre eigenen Produktionsgrundlagen zerstören“, sagte Harald Ebner, der für die Grünen im Bundestag sitzt.

 

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