Grüne fordern 800-Millionen-Euro-Programm für „coole Städte“

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Urbane und öffentlich zugängliche Grünanlagen wie Parks verbessern die Lebensqualität in Städten und können als natürliche Klimaanlagen wirken. Foto: Valdas Miskinis/Pixabay

Die Grünen fordern von der Bundesregierung, das neue Programm „Grüne Freiräume und Wasser für coole Städte“ in Höhe von 800 Millionen Euro aufzulegen. Das geht aus einem jetzt von der Bundestagsfraktion beschlossenen Antrag hervor. Dessen Ziel ist es, Grünflächen, naturnahe Freiräume und Wasserläufe zu stärken, um Städte besser gegen Hitze zu wappnen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern.

Widerstandsfähigkeit der Städte gegen sich änderndes Klima steigern

„Wir müssen die Widerstandsfähigkeit gegen das sich ändernde Klima, aber auch die Lebensqualität in unseren Städten massiv steigern“, erklärt Daniela Wagner, Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion für Stadtentwicklung. „Gerade für Bürgerinnen und Bürger ohne Balkon oder Garten sind öffentliche Grünflächen, Parkanlagen und Wasserläufe wichtige Orte, an denen sie sich erholen, abkühlen und durchatmen können. Urbane Grünflächen und Naturräume sind somit ein Stück Umweltgerechtigkeit in unseren Städten.“

800 Millionen Euro für mehr Grünflächen und Gebäudegrün

Entsprechend soll das von den Grünen als Ergänzung zur Städtebauförderung geforderte 800-Millionen-Euro-Programm Grünflächen, Grünzüge und Gebäudegrün in deutschen Städten fördern. Daneben enthält der von der Bundestagsfraktion beschlossene Antrag „Klimaresilienz der Städte durch mehr Natur und Freiräume erhöhen“ noch weitere Forderungen – so sollen etwa entsprechend der Empfehlungen des Weißbuchs Stadtgrün bestehende und geeignete Förderprogramme des Bundes um die Aspekte „Stadtnatur“, „Stadtgrün“ und „Stadtklima“ erweitert werden.

Zu wenig Stadtgrün soll als Missstand ins Baurecht aufgenommen werden

Als weitere Punkte fordern die Grünen in ihrem Antrag unter anderem, die Stadtnatur im Baurecht zu stärken, sodass eine ausreichende Grünflächenversorgung in Bauleitplänen festgelegt werden kann. Den Grünen zufolge können so innerstädtische Grünflächen gesichert werden und gehen bei Bauvorhaben nicht verloren. Zusätzlich sollen die städtebauliche Sanierung und der Stadtumbau um die Grünversorgung und die Ausstattung mit Grün ergänzt werden, um zu gewährleisten, dass die Fördermittel passend eingesetzt werden können. Auch soll eine mangelnde Ausstattung des öffentlichen Raums mit Grün sowie eine schwere Erreichbarkeit von öffentlichem Grün als städtebaulicher Missstand in das Baurecht aufgenommen werden, erklären die Grünen.

Für weitere Details können Sie den von der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen beschlossenen Antrag „Klimaresilienz der Städte durch mehr Natur und Freiräume erhöhen“ hier als PDF downloaden.

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