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Pflanzenpass: wichtige Hinweise vom Pflanzenschutzdienst

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Betriebe und Verbände sehen immer noch viele Fragezeichen hinsichtlich der Umsetzung der Vorgaben für den EU-Pflanzenpass. Für die Bund-Länder-Arbeitsgruppe Registrierung und Pflanzenpass der Pflanzenschutzdienste fasst Gerhard Renker, Landwirtschaftskammer NRW, die Anforderungen zum Start des neuen EU-Pflanzengesundheitssystems am 14. Dezember zusammen.

Die Koenig & Bauer Coding GmbH aus Veitshöchheim bietet einen Tintenstrahldrucker namens „AlphaJet“ an, der den direkten Druck des Pflanzenpasses auf die Töpfe möglich macht. Das System ist unter anderem im Topfpflanzen-Betrieb Velmans in Kevelaer im Einsatz. Foto: Koenig & Bauer Coding

Welche Angaben der Pflanzenpass enthalten muss

Das neue EU-Pflanzengesundheitssystem setzt sehr stark auf eigenverantwortliches Handeln der beteiligten Unternehmer, heißt es unter anderem in dem Infoschreiben. Die Kontrolle der eigenen Pflanzenbestände oder zugekaufter Handelsware ist vom Unternehmer risikobasiert durchzuführen und zu dokumentieren. Auf dieser Grundlage stellt der ermächtigte Unternehmer Pflanzenpässe für die jeweiligen Handelseinheiten aus.

Der Pflanzenpass muss folgende Angaben enthalten: Art der Pflanzen/Pflanzenerzeugnisse, Registriernummer des ausstellenden Unternehmers, das Ursprungsland der Erzeugnisse und einen Rückverfolgbarkeitscode. Dieser wird von dem Betrieb, der den Pflanzenpass ausstellt, selbst vergeben. Der Betrieb muss anhand dessen gegenüber dem Pflanzenschutzdienst angeben können, woher die Ware stammt – beispielsweise auch, aus welchem Quartier oder Gewächshaus des eigenen Betriebes.

Pflanzenpass ein amtliches Etikett

Für Pflanzen, die für den Absatz an den Endverbraucher vorbereitet sind, muss in der Regel kein Rückverfolgbarkeitscode angegeben werden. Für Pflanzen mit hohem pflanzengesundheitlichen Risiko kann die EU jedoch Ausnahmen von dieser Erleichterung erlassen.

Der Pflanzenpass ist ein amtliches Etikett – egal ob Schlaufenetikett, Stecketikett oder Aufdruck auf Pflanztopf oder Verpackung: Er muss gut erkenn- und lesbar an der Ware angebracht und deutlich von allen anderen Informationen wie Firmenlogo oder Pflegehinweisen abgegrenzt sein. Bei Umverpackungen wie im Online-Versand kann der Pflanzenpass auch innerhalb der Umverpackung an der Ware angebracht sein. Wichtig: Er darf alternativ auch auf einem Lieferschein oder einer Rechnung aufgebracht sein, wenn er den Formvorgaben entspricht – aber ebenfalls deutlich sichtbar an der Handelseinheit.

Komplettes Infoschreiben zum Pflanzenpass als Download

Der Botanische Name muss die Handelseinheit aussagekräftig und möglichst genau beschreiben. In der Regel reicht die Verwendung des Namens der Gattung im Pflanzenpass aus. Botanische Namen mit Gattung und Art sind erforderlich, wenn eine besondere Anforderung für die Verbringung einer botanischen Art in den Pflanzengesundheitsregelungen besteht. Auch bei Mischbepflanzungen und gemischten Sortimenten müssen botanische Bezeichnungen im Pflanzenpass angegeben sein. Handelsbezeichnungen wie etwa „Kräuter-Mix“ dürfen nicht verwendet werden.

Das komplette Infoschreiben zu den Anforderungen des Pflanzenpasses können Sie hier als PDF downloaden.