Deutscher Spielraumpreis: Inselpark in Hamburg-Wilhelmsburg ausgezeichnet

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„In Balance“ hieß dieser Garten in der Welt der Bewegung. Alt und Jung können dort auf Tauen und Seilen ihren Gleichgewichtssinn trainieren. Foto: igs 2013/Andreas Bock

Der Deutsche Spielraum-Preis 2013 geht nach Hamburg: Ausgezeichnet mit dem ersten Preis wurde der Inselpark im Stadtteil Wilhelmsburg, der im Rahmen der Internationalen Gartenschau Hamburg (igs) 2013 entstanden ist und der 2014 als neuer öffentlicher Park der Hamburger Bevölkerung zur Verfügung stehen wird. 

Die „Welt der Bewegung“ setzt sich aus elf Bewegungsgärten, einer Skatearena sowie einer Multisportanlage (Kleinspielfeld) zusammen. Der Abfolge der Bewegungsareale liegen eine Dramaturgie und ein Rhythmus zugrunde: Aktivität und Ruhe, Laut und Leise, Angebote für Junge und für Ältere, der Wechsel von Gegenständlichem und Materiellem zu Grün und Natur.

Als besonders innovativ bewertete die Jury die Entwicklung des Themas „Sportpark“ zum weiterreichenden Konzept des „Parksports“, dabei wird die Nachnutzung des Areals nach Ende der Internationalen Gartenschau als integrativer Bestandteil der Planung angesehen und realisiert.

Darüber hinaus vergab die Jury in diesem Jahr drei zweite Preise:

  • Für das „Bewegungsfeld Römerstraße“ in Würzburg-Heuchelhof – überzeugend sowohl in der Formensprache wie mit den Bewegungsangeboten, in seiner Farbgebung und als kräftiger und wohltuender Gegensatz zu der Umgebung der Großwohnsiedlung;
  • für die Schulhofumgestaltung der Gesamtschule Wanne-Eickel in Herne Wanne Eickel (Stöckstraße 41) – hier wurde ein planerisch schlüssiges Konzept realisiert, das in seinen Bewegungsangeboten für die Klientel der Schülerinnen und Schüler ein ausdifferenziertes Angebot bereitstellt und den Schulhof dabei in den umgebenden Stadtteil integriert,
  • und für den Sport- und Bewegungspark auf dem Ostufer Kiel Gaarden, bei dem mit Mitteln der intensiven Bewegungsförderung das soziale Miteinander generationenübergreifend attraktiv umgesetzt wurde.

Zwei Sonderpreise gab es noch für den „Spielplatz Schulberg“ in Wiesbaden und für die „Pumptrack-Anlage“ an der Herterichstraße in München. Einen vierten Preis erhielten jeweils die Projekte „metabolon“ (Leppe bei Engelskirchen), das „Zuhause für Kinder“ als Bewegungsspielraum (Evangelische Kirche Bremen), der Spielplatz der KiTa Eddelbüttelstraße „Mikrokosmos Waldrand“ (Harburg) sowie „Zick-Zack-Zwingli“, ein Jugendspielplatz in Berlin.

Die Preise wurden auf der diesjährigen FSB in Köln zum zehnten Mal verliehen. Ausloberin der begehrten Auszeichnung für vorbildliche Spielräume ist die Fachzeitschrift Stadt und Raum, herausgegeben von der Stadt und Raum Messe und Medien GmbH in Kooperation mit der Ständigen Gartenamtsleiterkonferenz beim Deutschen Städtetag (GALK/DST) und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Der Wettbewerb ist mit Sachpreisen in einem Gesamtwert von rund 21.000 Euro dotiert, davon der Hauptpreis mit einem Gutschein in Höhe von 8.500 Euro.

Prof. Dr. Stefan Bochnig, Landschaftsarchitekt und Hochschullehrer an der FH Ostwestfalen-Lippe und Sprecher der Jury, hob die große Bandbreite und sehr hohe Qualität der Einsendungen hervor: „Beeindruckend war das hohe Innovationspotenzial der Konzepte und Projekte und die Konsequenz, mit der die verantwortlichen Planer und Träger diese realisiert haben.“ (ts)

 

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