Flormart 2012: Wirtschaftskrise war spürbar

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24.000 Fachbesucher kamen zur Flormart und damit 4.000 mehr als im Vorjahr. Paolo Coin, Managing Direktor der Padova. Fotos: Werner Oschek

Vom 13. bis 15. September 2012 fand die 63. Flormart im italienischen Padua statt. Seit der ersten Flormart 1975 erlebte die Messe immer wieder ein Auf und Ab. Dennoch wurde sie zur wichtigsten Gartenbau-Fachmesse im Mittelmeer-Raum. Auch in diesem Jahr war die Zahl der Aussteller erneut gesunken, dennoch zog die Fachmesse in diesem Jahr 24.000 Fachbesucher und damit 4.000 Interessierte mehr als im vergangenen Jahr 2011 an.

Den Schwerpunkt der Flormart bildet das lebende Grün. Vertreten sind Jungpflanzenfirmen und Produzenten von Beet- und Balkonpflanzen, Topfpflanzen, mediterranen Pflanzen, Kräutern und Gehölzen sowie Handelsunternehmen. Zudem bieten Aussteller gärtnerische Bedarfsartikel, Gartenbautechnik, Produkte für Gartencenter sowie für den Garten- und Landschaftsbau an.

Bezifferten die Veranstalter der Flormart die Zahl der Aussteller 2010 noch auf 1.200, gaben sie 2011 eine Ausstellerzahl von 1.000 an. In diesem Jahr lag sie den Angaben zufolge bei über 650. Dabei zählen auch die Firmen, die von anderen repräsentiert werden, als Aussteller. Die Zahl der Messestände ist daher geringer und dürfte bei etwa 560 liegen. Abgenommen haben dabei besonders Aussteller aus dem Technik- und Floristik-Sektor, aber auch in der Zierpflanzenhalle fielen Lücken auf. War bei früheren Flormarts das gesamte Messegelände ausgebucht, blieben in diesem Jahr einige Messehallen komplett geschlossen. Bemängelt wurden auch die freien Flächen in den Hallen. Hier wären die Veranstalter gut beraten gewesen, die ausstellenden Firmen enger zusammenzufassen.

Aufgrund der Krise ist die Branche sehr verhalten, und es wurden weniger Innovationen vorgestellt. Auch bei Investitionen halten sich die Betriebe zurück, da sie verunsichert sind, wohin die Entwicklung geht und welche Investition die richtige ist. Auch die Banken halten sich mit Kreditvergaben zurück, so dass vielen Betrieben einfach das Geld fehlt.

Zugenommen hat jedoch die Zahl der Fachbesucher, die mit 24.000 angegeben wird, davon 3.000 aus dem Ausland. Die Stimmung bei den Ausstellern war gemischt. So gaben einige an, mehr potenzielle Kunden getroffen zu haben, da weniger Aussteller und damit weniger Konkurrenz vertreten war.

Neuheiten sind für alle Märkte, so auch den Gartenbau, wichtig. Hier hatte die Flormart in diesem Jahr den „Idea Lane“ mit neuen Produkten, die die Aussteller in diesem Jahr vorstellen, eingeführt. Besucher waren hier aufgerufen, ihre fünf Favoriten zu wählen. Von Vorteil für die Besucher war dabei, dass sie an einer Stelle die eingereichten Neuheiten begutachten konnten. Die Aussteller konnten so ihre Neuheiten ins Rampenlicht setzen. Zudem bewertete eine internationale Jury die eingereichten Neuheiten, von denen die besten mit dem Oroflor- und Flormagazin-Preis ausgezeichnet wurden. (wok)

 

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