Gespräch im Bundeskanzleramt: ZVG arbeitet an einem Energiekonzept

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Dass die derzeitigen Mittel für noch eingegangene Anträge beim zu Ende gegangenen Bundesprogramms Energieeffizienz nicht ausreichen, ist nach wie vor aktuell. So war dies ein Schwerpunktthema bei einem Gespräch des geschäftsführenden Vorstandes des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) mit Ministerialrat Stefan Schulz im Bundeskanzleramt nach der Übergabe des Valentinsgrußes an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

ZVG-Präsident Jürgen Mertz mahnte dringend zu einer schnellstmöglichen Lösung. Er verdeutlichte die erheblichen Probleme und Auswirkungen auf seine Berufskollegen, die Nöte der Betriebe und drängte auf eine baldige Regelung zum Wohle des gärtnerischen Berufsstandes. Mertz machte deutlich, dass der ZVG bereits an einem Energiekonzept zur Vorlage an die Ministerien arbeitet, in dem ausdrücklich die Rahmenbedingungen und Leistungen der Gärtner formuliert werden.

Ein weiterer Fokus im Gespräch lag laut ZVG auf Ausgleichsmaßnahmen im Sinne der Kompensationsverordnung. Vizepräsident Andreas Lohff verdeutlichte die Problematik an einem konkreten Beispiel aus Lübeck, wonach eine Friedhofsfläche künftig nicht für innerstädtisches Grün sondern als Baufläche genutzt werden soll. Zum einen bestärkte Schulz die Vertreter des ZVG, das dringende Interesse an der Kompensationsverordnung weiterhin deutlich zu machen und gab sich gleichzeitig zuversichtlich, dass zwischen Bundeslandwirtschaftsministerium und Bundesumweltministerium (BMU) eine einvernehmliche Lösung gefunden wird.

Außerdem skizzierte der ZVG, so heißt es weiter, die überaus erfolgreichen Projekte des Gartenbaus und lud das Kanzleramt zu einer aktiven Beteiligung ein. Der Bundeswettbewerb für Stadtgrün „Entente Florale“, mit einer durchweg positiven Entwicklung und einer auch in diesem Jahr wieder hohen Städtebeteiligung, biete an dieser Stelle einen idealen Anknüpfungspunkt. Aber auch die Bundesgartenschauen als Motor grüner Stadtentwicklung hob Mertz hervor. Die Internationale Gartenschau 2017 in Berlin werde einen Höhepunkt darstellen und der Bundesregierung Gelegenheit bieten, sich einem internationalen Publikum zu präsentieren. (ts/zvg)

 

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