igs Hamburg: Ferienzeit und gutes Wetter geben Hoffnung auf bessere Besuchszahlen

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Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Mitte) lud am vergangenen Mittwoch Vertreter des Wirtschaftsverbandes Gartenbau auf die igs Hamburg 2013. Hier mit igs-Chef Heiner Baumgarten (r.). Foto: igs 2013/Andreas Bock

Auch, wenn das schöne Wetter der letzten Wochen Auftrieb gegeben hat – mit ihren bisherigen Besucherzahlen kann die Internationale Gartenschau (igs) in Hamburg nicht so ganz zufrieden sein: So titelte beispielsweise die Süddeutsche Zeitung (SZ) Ende Juni „Ein Gähnen für die Gerbera“ und wusste von nur 350.000 Besuchern in den ersten zwei Monaten zu berichten. Somit müsse die Schau künftig mindestens 20.000 Besucher pro Tag zählen können, um ihre Kalkulationen bis Ende der igs noch erreichen zu können.

Wie sieht der Stand der Besuchszahlen derzeit tatsächlich aus? Die TASPO fragte bei igs-Geschäftsführer Heiner Baumgarten nach. Bis Anfang Juli kamen laut seinen Aussagen 400.000 Besucher. „Wir hatten uns natürlich mehr erhofft. Das extrem kühle und nasse Wetter hat uns aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zwar steigen die Besucherzahlen jetzt kontinuierlich an. Auch das Wetter spielt inzwischen mit.

Zufrieden können wir aber noch nicht sein“, so der Geschäftsführer. Ob am Ende die Planzahl von 2,5 Millionen Besuchern erreicht werde, könne man erst am Ende sehen. „Das Ziel ist ehrgeizig“, so Baumgarten. „Wir rechnen in den Sommermonaten bis in den September hinein, den traditionell starken und schönen Gartenschaumonaten, mit weiter steigenden Zahlen.“

Dass die Medien überwiegend nur über Preise und Besucherzahlen berichten, habe die igs nicht verdient. Das sagten alle Fach- und mit Gartenschauen betraute Leute: „Gerade waren Teams bisheriger und zukünftiger Gartenschau-Gesellschaften zum Erfahrungsaustausch bei uns. Sie waren begeistert von der Güte und dem Ideenreichtum der Schau.“ Das zeigten auch die Ergebnisse der ersten Besucherbefragungen.

Das Wetter spiele bei Outdoor-Veranstaltungen immer eine wichtige Rolle. Die extrem schlechten Startbedingungen seien nur noch schwer aufzuholen. „Wir befinden uns auch im Vergleich anderer Gartenschauen in den letzten Jahren hier in Hamburg in einem viel härteren Wettbewerb mit anderen Anbietern umfassender Freizeitangebote“, ergänzt der Geschäftsführer. „Wir sehen jetzt schon, dass gerade in der Urlaubs- und Ferienzeit die Zahlen ansteigen. Auch das Busreisegeschäft läuft immer besser. Und immer mehr Gäste aus dem Hamburger Umland besuchen jetzt die Gartenschau.

Wir sehen, dass in den ersten zwei Ferienwochen durchschnittlich ein Drittel mehr Besucher pro Tag kommen als vorher. Die Eintrittspreise von über 20 Euro pro Erwachsenen als Tagespreis hält Baumgarten für nicht hoch. „Andere Tagesveranstaltungen mit einem ähnlich umfassenden Freizeitangebot weisen ein ähnliches oder noch höheres Preisniveau aus. Da können wir jeden Vergleich bestehen.“ Entsprechend möchte er daran auch nicht rühren, aber mit gezielten Aktionen besondere Zielgruppen ansprechen.

Beispielsweise gibt es Preisaktionen für Familien mit Kindern und junge Leute. Außerdem gilt ein Oma-Opa-Enkel-Ticket und eine Kooperation mit dem Hamburger Verkehrsverbund (HVV). Sollten die Besucherzahlen am Ende der igs das Soll nicht erfüllen, sind Defizite laut Baumgarten über eine Bürgschaft der Stadt Hamburg abgesichert. (kla)

Mehr Informationen erhalten Sie unter www.igs-hamburg.de.

 

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