Laubsaison: immer noch laut und stinkig?

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Auch in Zeiten von Laubbläsern, die entweder durch Motoren oder Akkus angetrieben werden, bauen manche Betriebe noch auf den Einsatz von herkömmlichen Handgeräten.

Der Herbst steht vor der Tür und damit auch die nächste Laubsaison. Viele Kunden und Anwohner klagen über laute und stinkende Geräte, die bei der Laubbeseitigung eingesetzt werden. Die TASPO hat sich im Garten- und Landschaftsbau umgehört und gefragt, wie die Betriebe aktuell arbeiten und ob eine Empfehlung hin zum Einsatz von Akku-Geräten sinnvoll ist.

Besonders Privatkunden fordern leise Laubbläser

„Es ist in der Tat so, dass einige Auftraggeber und insbesondere Privatkunden zwecks Lärmreduzierung den Einsatz von leisen Geräten fordern. Einige Kommunen – wie zum Beispiel Bonn – denken auch über eine eigene Lärmschutzverordnung nach, die über die Bundeslärmschutzverordnung hinausgeht. Darüber hinaus ist es auch für unsere Mitarbeiter wesentlich angenehmer, auf verbrennungsmotorbetriebene Geräte zu verzichten. Wir haben in unserem Unternehmen sukzessive Freischneider, Heckenscheren, Laubbläser und ähnliches gegen Akku-betriebene Geräte ausgetauscht. Insgesamt haben wir heute mehr als 60 Prozent Akku-Geräte.

Motorgeräte in der Laubsaison noch nicht ganz durch Akkugeräte ersetzbar

Motorgeräte sind aber wegen ihrer Leistungsfähigkeit gegenüber Akku-Geräten noch nicht ganz zu ersetzen. Darüber hinaus ist es aber auch eine Frage der Kosten, denn Akku-Geräte sind in der Anschaffung erheblich teurer. Ich denke, für ein fortschrittlich aufgestelltes Unternehmen, das Umweltschutz ernst nimmt, bedarf es nicht unbedingt einer Empfehlung von Seiten des Verbandes. Es gebietet sich aus meiner Sicht, zumal die Geräte technisch ausgereift und einsetzbar sind“, sagt August Forster, scheidender Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) und Geschäftsführer von Forster Garten- und Landschaftsbau.

Unternehmen aus Lenggries verzichtet weitestgehend auf Motor- oder Akkugeräte

„Wir benutzen bei der Gartenpflege von Privatgärten keine Laubbläser. Wir rechen und kehren. Nur ganz selten leihen wir einen Laubbläser aus und dann ein Akku-Modell. Wir halten unsere Arbeitsweise für die bessere, effektivere und natürlichere Lösung. Mit den Handgeräten produzieren wir keine Störgeräusche beim Kunden, bei den Nachbarn, aber auch bei Mitarbeitern und Tieren, die im Laub leben. Wenn es möglich ist, versuchen wir auch Laubhaufen im Garten als Unterschlupf für Tiere im Herbst zu belassen und diese erst im Frühling zu beseitigen“, erklärt Balbina Fuchs von Fuchs baut Gärten aus Lenggries.

Wie der Einsatz von Akku-Geräten für andere Dienstleister aussieht, lesen Sie in TASPO 38/2017, die am vergangenen Freitag erschienen ist.
 

 

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