Neuer Florist-Tarif setzt klare Zeichen für die Branche

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Tarifverhandlung Floristik West. Foto: IG BAU

In der Floristikbranche West können sich die Beschäftigten ab dem 1. Mai 2013 über steigende Löhne freuen. Die Tarif-Parteien einigten sich in der zweiten Tarifverhandlung am 8. April in Gelsenkirchen auf ein prozentuales Lohnplus von 4,9 Prozent, wie Jörg Heinel, Branchensekretär Gartenbau und Floristik bei der Industriegewerkschaft Bauen–Agrar–Umwelt (IG BAU), gegenüber der TASPO erläuterte.

Die Lohnangleichung erfolgt seinen Worten zufolge in zwei Stufen (2,8 Prozent im ersten Jahr und 2,1 Prozent im zweiten Jahr). Obwohl die IG BAU im Vorfeld eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent für die Beschäftigten in der Floristikbranche gefordert hatte, bewertet Heinel den neuen Tarifabschluss über 4,9 Prozent aus Sicht der Arbeitnehmer vergleichsweise als sehr viel besser als sonst. Besonderes Anliegen in der aktuellen Verhandlung war Heinel zufolge, dass die Ecklöhne nach der zweiten Erhöhung endlich auf 10 Euro pro Stunde ansteigen, dies sei gelungen.

In der ersten Angleichungsrunde erhalten Floristen des Tarifgebietes West (Ost wird noch verhandelt) ab 1. Mai 2013 2,8 Prozent mehr Geld. Darüber hinaus steigen die Entgelte der unteren Lohngruppen überproportional: in der Entgeltgruppe A1 um 3,7 Prozent, wodurch der Mindestlohn von 8,50 Euro erreicht wird.

In der Entgeltgruppe A2 erfolgt eine Angleichung um 3,5 Prozent und in der Entgeltgruppe A3 (im ersten Jahr ) um 3,3 Prozent. 2014 beläuft sich die Lohnangleichung für die Gruppe A3 nochmals auf 3,1 Prozent, wodurch der erreichte Gesamtlohn dann der Ecklohn-Forderung (10 Euro pro Stunde) der IG BAU entspricht.

Nach Information von Robert Mankopf, Tarifausschuss-Vorsitzender des FDF, steigt der Ecklohn im Tarif A3 (ausgebildete Floristin) in dieser Vorgehensweise zum 1. Mai 2013 von jetzt 1.603 Euro auf dann 1.653 Euro. Zum ersten Mai 2014 findet eine weitere Erhöhung auf 1.690 Euro statt. Im Tarif „Meister“ steigt das Entgelt zum 1. Mai 2014 auf 2.217 Euro, und in der untersten Lohngruppe (ungelernte Aushilfskräfte) wird dann mit 8,54 Euro pro Stunde der Mindestlohn erreicht.

Mit diesem Vorgehen sei das bislang verwendete Prozentgitter zur Berechnung der Löhne für die Laufzeit des neuen Tarifvertrages bis zum 30. April 2015 ausgesetzt worden, erläutere Mankopf. Im Tarif vereinbart ist auch die Angleichung im Bereich der Vermögenswirksamen Leistungen mit einem Arbeitgeberzuschuss von 20,54 Euro. Mehr zum Thema, beispielsweise über die neuen Ausbildugnsvergütungen oder die geänderte Berechnnungsweise der Tarife, lesen Sie in der aktuellen TASPO Ausgabe 16/2013.(ks/ts)

 

Leserkommentare


  1. was ist der Tariflohn pro stunde normal ??????????
    bey bey
    mit vielen lieben grüßen
    Anna Blume
    -18
    113 131

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