PEFC Gebühren: Wer zuerst kommt, zahlt „nix“

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Die Verwendung von Holz und Holzprodukten aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiger Waldbewirtschaftung soll auch im Garten- und Landschaftsbau einen deutlichen Schub erhalten. Foto: PEFC

In Berlin können Garten- und Landschaftsbauer dank der Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC) - Offensive von kostengünstigen Gruppenzertifizierungen profitieren. Denn PEFC befreit als marktführendes Zertifizierungssystem für Wald, Holz und Holzprodukte die ersten 50 Berliner Handwerksbetriebe, die sich beteiligen, von der Notifizierungsgebühr.

Nachhaltiges Holz und Holzprodukte: Verwendung fördern

Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hat sich diesen Vorschlag ausgedacht. So soll die Verwendung von Holz und Holzprodukten aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiger Waldbewirtschaftung einen deutlichen Schub erhalten.

„Das Land Berlin hat signalisiert, dass die Beschaffung von zertifiziertem Holz aus legaler und nachhaltiger Waldbewirtschaftung nicht ein Papiertiger bleiben soll, sondern bei der Umsetzung der Vergaberichtlinien ernst machen wird. Der nachhaltige Einkauf funktioniert aber nur, wenn der Herkunftsnachweis entlang der gesamten Produktkette vom Wald bis zum konkreten Anbieter des gewünschten Holzprodukts lückenlos erbracht wird. Deshalb besteht ein übergeordnetes Interesse, dass sich alle holzverarbeitenden Betriebe zeitnah der Zertifizierung unterziehen“, sagt Dirk Teegelbekkers, Geschäftsführer von PEFC Deutschland.

Garten- und Landschaftsbauunternehmen bereits dabei

Ein Berliner Unternehmen, das sich bereits zu den strengen PEFC-Standards bekennt und deren Einhaltung vom TÜV kontrollieren lässt, ist die Eckard Kanold GmbH & Co. KG. Mit dem PEFC-Zertifikat erfüllt der Betrieb in der Sparte Garten- und Landschaftsbau automatisch die öffentlichen Ausschreibungskriterien des Bundes und des Landes bezüglich der Holzverwendung.

Geschäftsführer Falk Eckert sagt: „Die Nachhaltigkeitszertifizierung passt zu uns. Wir wollen einerseits unser Umweltengagement ausbauen und andererseits die Geschäftsprozesse befruchten. Mit PEFC können wir die Präsenz im Markt verstärken und durch Vertrauensbildung die Eingangstür zum Kunden weiter öffnen.“

Sonderkonditionen für die ersten 50 Betriebe

Gruppenmanager Bernd Bielen (cert.company) unterstützt die Berliner PEFC-Offerte mit Sonderkonditionen: “Die ersten 50 Betriebe leisten lediglich einen jährlichen Eigenanteil von 681 Euro, sofern sie die Voraussetzung der Bafa-Förderung erfüllen. Der Beitrag umfasst alles – darunter das Anpassen der Prozesse, die Mitarbeiterschulung, ein Handbuch, die Zertifizierung durch TÜV Nord Cert.”

Damit können die Betriebe umgehend von der steigenden Nachfrage nach zertifizierten Produkten aus nachhaltigen Quellen profitieren, nicht nur im öffentlichen Beschaffungsbereich sondern auch im genauso bedeutsamen privaten und gewerblichen Auftragsgeschäft.

 

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