TASPO GartenMarkt

20 Jahre nach der deutschen Einheit

Dietrich Baumann aus Erfurt hat das Jubiläum 20 Jahre deutsch Einheit zum Anlass genommen und gibt in der aktuellen TASPO 49/09 einen kleinen Rückblick auf die Entwicklung im grünen Bereich: Der ostdeutsche Gartenbau stand bis zur Wende auf drei Säulen. Da waren zum einen die großen volkseigenen Zierpflanzen-, Gemüse- und Obstbaubetriebe und die gärtnerischen oder auch landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (GPG und LPG). Als dritte Säule fungierten die vielen privaten Gärtner, Familienbetriebe. Die Großbetriebe gingen nach der Wende ganz verschiedene Wege. Einige wurden schnell dem Erdboden gleichgemacht, wie zum Beispiel 1991 das 64 Hektar große volkseigene Gut Gewächshauswirtschaft Vockenrode. Andere brauchten bis zum Verschwinden längere Zeit und wechselten bis dahin einige Male den neuen Besitzer, wie beispielsweise das volkseigene Gut Gartenbau Leipzig. Andere wurden zerpflückt. Von den GPG blieb kaum etwas übrig. Viele Gärtner kauften ihren Besitz aus der GPG zurück und wirtschafteten nun wieder privat, woanders wurden die Flächen umgewidmet und dienten dann anderen Nutzungen als dem Gartenbau. Entstanden sind aus den GPG auch eine Reihe von eingetragenen Genossenschaften, sowie GmbH oder GbR. Natürlich kamen mit der Wende auch die neuen Gartenmärkte. Heute schrumpft die Zahl der Betriebe stetig. Grund dafür sind weniger die Insolvenzen, es sind die Betriebsaufgaben, weil sich die Sache nicht mehr lohnt und es sind auch Schließungen mangels Nachfolger. Ausführliche Details finden Sie in der TASPO 49/09.