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22 Hektar für Tomaten in Neurath geplant

Im nordrhein-westfälischen Ort Neurath (Stadt Grevenbroich) entsteht ein insgesamt 22 Hektar großer Unterglasbetrieb zum Anbau von Tomaten. Der erste Bauabschnitt von elf Hektar ist bereits fertiggestellt. Vier Gärtner aus der Straelener Region kooperieren in diesem Projekt mit der Stadt Grevenbroich, dem Energieversorger RWE Power und der Vermarktungsorganisation Landgard.

Produktion für den regionalen Markt

Insgesamt investieren die Projektpartner zwölf Millionen Euro. Künftig sollen 5.500 bis 6.000 Tonnen Tomaten jährlich für den regionalen Markt geerntet werden. Die erste Ernte ist voraussichtlich im August dieses Jahres.

Die Gärtner pflanzen die Sorte ‘Lyterno’ an. Die Tomaten dieser Sorte sind mittelgroß und nicht zu süß und entsprechen den Kundenerwartungen, heißt es vom Obst-, Gemüse- und Pflanzenvermarkter Landgard.

Die Tomaten seien vorwiegend für den regionalen Markt bestimmt. Die Vermarktung läuft über Landgard. Bei einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 20 Kilogramm Tomaten im Jahr könnte die Ernte aus Neurath bis zu 250.000 Menschen versorgen.

Zum Beheizen der Gewächshausflächen nutzen die Gärtner die Abwärme des benachbarten RWE-Braunkohlekraftwerks in Neurath.


Auf Platz 1 der Gemüsesorten

Die Tomate ist die beliebteste Gemüsesorte vor Möhren, Zwiebeln, Chicorée und Salat. Dies zeigt nach Angaben von Landgard das Verbraucher-Panel der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Auch der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und der Discount bestätigten: Tomaten stehen in der Spitze für 24 Prozent an der Gemüsemenge im deutschen LEH und Discount. Dabei bleibe die Absatzmenge stabil. Innerhalb der einzelnen Segmente gebe es Verschiebungen.

Der Trend gehe eindeutig zur „roten Praline“. Der Verbraucher verlange nach mehr Süße und Aroma.

 

„Trendprognose Tomate“

Die Produktbedeutung „deutsche Tomate“ wird weiter hinzugewinnen. So das Ergebnis gemeinsamer Untersuchungen von Landgard und GfK. Über 45 Prozent aller deutschen Haushalte befürworteten nationale Produkte.

Bei den Verbrauchern werde deutsche Ware generell beliebter. Gerade bei Tomaten steige der Anteil heimischer Ware kontinuierlich. Erhebliches Wachstums- und Wertschöpfungspotenzial bieten laut Landgard die „kleinen, neuen“ Tomatensorten.

Diese hätten bei deutscher Ware allerdings noch Nachholbedarf. Landgard geht innerhalb der nächsten Jahre von einer Zunahme der deutschen Gewächshausfläche und somit des Angebots aus.