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Abverkauf beendet: Max Bahr-Standorte vor Übergabe an neue Betreiber

Der Warenabverkauf an den 78 Standorten von Max Bahr wird heute abgeschlossen, informiert der zuständige Insolvenzverwalter Dr. Jens-Sören Schröder. Für 62 der ehemaligen Max Bahr-Bestandsmärkte sind demnach bereits neue Betreiber gefunden worden. Überwiegend soll es sich dabei laut Schröder um große Baumarktketten handeln. 

Die Max Bahr-Bestandsmärkte stehen vor der Übergabe an ihre neuen Betreiber. Foto: Max Bahr

Der Abverkauf war Ende November von der Gläubigerversammlung beschlossen worden, nachdem die insolvente Grundstücksgesellschaft Moor Park als Hauptvermieter sich weder mit Hellweg noch mit Globus über eine Vermietung oder einen Verkauf der Max Bahr-Märkte einigen konnte. In der Folge stand die Suche nach Standortlösungen im Fokus.

62 der 78 Märkte, also rund 80 Prozent, wurden Schröder zufolge von großen Baumarktketten wie Bauhaus, Hagebau, Globus, Hornbach und Obi gekauft. Darüber hinaus werden einige Standorte auch von Möbelhändlern wie XXXL Lutz oder Poco Domäne übernommen. Die Übergabe der Märkte an die jeweiligen Vermieter erfolge laut Information am Freitag. Danach beginnen an vielen Standorten die Umbauarbeiten der neuen Betreiber. Eine Liste der 62 Standorte mit ihren neuen Betreibern finden Sie hier.

Für die Max Bahr-Mitarbeiter konnte laut Schröder eine Transfergesellschaft eingerichtet und die Finanzierung sichergestellt werden. Somit können die knapp 2.700 festangestellten Mitarbeiter ab 1. März für drei bis sechs Monate in die Transfergesellschaft wechseln. Dort werden sie weiterbeschäftigt und qualifiziert, bis die Märkte nach einer Umbauphase wieder in Betrieb genommen werden und sie dort einen neuen Arbeitsplatz antreten können.

„Es bestand von Anfang an die Schwierigkeit, dass die Baumarkt-Immobilien nicht Max Bahr gehörten. Insofern ist für die Mitarbeiter mit der Transfergesellschaft und den Standortlösungen das unter diesen Umständen bestmögliche Ergebnis erreicht worden“, so Schröder. Der Insolvenzverwalter geht davon aus, dass bis zum Auslaufen der Transfergesellschaft auch an den übrigen 16 Standorten Klarheit herrschen wird, wie es dort weiter geht. (ts)