TASPO GartenMarkt

Änderungen beim Großmarkt Frankfurt

Am 14. März feierte der Blumen- und Zierpflanzengroßmarkt Rhein-Main (BZG) am frühen Morgen die Wiedereröffnung der umstrukturierten Großmarkthalle. Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Lucia Puttrich, Bundestagsabgeordneter Christoph Schnurr sowie die Präsidentin des Deutschen Städtetages Petra Roth besuchten morgens um 5.00 Uhr zusammen mit Gartenbaupräsidenten und anderen Vertretern des Berufsstandes den Blumengroßmarkt.

Neu gestaltet sind das Foyer, der Bereich für Gartenbaubedarf sowie ein Teil der Außenanlage. Vor allem aber erfolgte eine neue Standplanung. Die Stände der gärtnerischen Anbieter sind jetzt also neu geordnet.

Aus den Festreden

Oberbürgermeisterin Petra Roth betonte, dass die Betreiber des Blumengroßmarktes mit den erfolgten Umbaumaßnahmen gute Chancen für einen Entwicklungsschub geschaffen hätten. Lucia Puttrich, Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Hessen, erwähnte den Wettbewerb, der dem Fachhandel durch fachfremde Anbieter erwächst.

Fachbetriebe mit kompetenter Beratung und individuell zugeschnittenen Dienstleistungen seien in diesem Umfeld unersetzbar. Sie rief Konsumenten dazu auf, Produkte aus regionaler Produktion nachzufragen und damit regionale Gartenbaubetriebe zu unterstützen.

Dass der Blumengroßmarkt nach wie vor eine feste Einkaufsgröße für die Floristen ist, hob Kurt Hornstein, Vizepräsident des hessischen Landesverbandes im Fachverband Deutscher Floristen, hervor. Geschätzt würden das tiefe und breite Sortiment, die Frische sowie die hohe Qualität der Blumen und Pflanzen.

Der hessische Gärtnerpräsident und Vizepräsident im Zentralverband Gartenbau (ZVG), Jürgen Mertz, lobte den „neuen, hellen Auftritt“. Es sei wichtig, dass sich Blumenmärkte freundlich und attraktiv darstellen.

 

Jetzt bessere Präsentation

Mit einem geschätzten Jahresumsatz von über 60 Millionen Euro ist der Blumen- und Zierpflanzengroßmarkt Rhein-Main einer der größten Blumengroßmärkte. Er besteht seit 1964. Im Jahr 1988 wurde die Markthalle erweitert und umfasst seither eine Verkaufsfläche von rund 6.500 Quadratmetern.

Die Zahl der Beschicker war in den letzten Jahren aufgrund des Konzentrationsprozesses in der Branche zurückgegangen, während die verbliebenen Anbieter größere Verkaufsflächen benötigten. Ferner standen Änderungen beim Ganztagesverkauf sowie eine Erweiterung des Gartenbaubedarfsangebots zur Diskussion.

Daher haben die Mitglieder die jetzt realisierte Neustrukturierung der Hallenfläche beschlossen, ebenso wie Verbesserungen bei der Technik (neue Beleuchtung im Eingangsbereich, neue Beschallungsanlage).

Auf Basis der Flächenanmeldung durch die Gärtnereien wurde der Angebotsbereich für den frühmorgendlichen Pflanzenverkauf neu strukturiert. Die zwischen fünf und 140 Quadratmeter großen Stände der 71 gärtnerischen Anbieter in der Halle haben jetzt eine einheitliche hellgraue Bodenfarbe.

Neben den üblichen Ständen mit einer Tiefe von 3,50 Metern kamen sieben Meter tiefe „Kopfstände“ dazu. Wie Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Reiner Wilk bei unserem Gespräch betonte, eröffnet dies mehr Präsentationsmöglichkeiten als der bisherige Zuschnitt. Neu in der Markthalle ist auch ein Aktionszentrum.

 

SB-Gartenbaumarkt

Kernstück des Blumen- und Zierpflanzengroßmarktes Rhein-Main bleibt der frühmorgendliche Verkauf durch die der Genossenschaft (BZG) angeschlossenen Gärtnereien. In ihrem Angebot dominieren Topfpflanzen und Stauden, doch gibt es beispielsweise auch das Gehölzangebot von zwei Baumschulen. Acht Schnittblumenanbieter bilden einen weiteren Schwerpunkt, teils mit Ganztagesverkauf bis 15.00 Uhr.

Ein extra Bereich innerhalb des Blumengroßmarktes ist der von der Genossenschaft selbst abgewickelte ganztägige Verkauf von Gartenbaubedarf unter der Bezeichnung SB-Gartenbaumarkt. Er findet jetzt in jenem Hallenkomplex statt, wo in den letzten Jahren mit nicht befriedigendem Ergebnis ein Ganztagesverkauf von Topfpflanzen erfolgte.

Darüber hinaus nutzt man hierfür Flächen einer Ladehalle und im Außenbereich, womit es über 1.000 Quadratmeter sind. Außerdem stehen Topfpflanzen aus der Halle ebenfalls für den Tagesverkauf zur Verfügung.

Generell wird in Frankfurt unterschieden nach dem von den Großmarktbeschickern selbst abgewickelten frühmorgendlichen Verkauf (5.00 Uhr bis 8.30 Uhr) und dem SB-Gartenbaumarkt (bis 15.00 Uhr, mittwochs bis 20.00 Uhr, samstags bis 10.00 Uhr).

Seit einigen Jahren kaufen auch Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus verstärkt im SB-Gartenbaumarkt der BZG ihre Bedarfsartikel, Werkzeuge und sonstige Hilfsmittel. Um dies zu unterstreichen und Landschaftsgärtner zu inspirieren, wurden in der neu gestalteten Außenanlage viele Gabionen und Ziersteine verwendet. Solche Produkte können ebenfalls im SB-Gartenbaumarkt gekauft werden.

 

„Aus eigener Kraft“

Der Frankfurter Blumengroßmarkt versteht sich als „zentraler Umschlagplatz für regional erzeugte Blumen und Zierpflanzen“. 80 Prozent der Anbieter produzieren selbst.

Eine Presseinformation anlässlich der Umbaumaßnahme stellte auch heraus: „Die Mitglieder … sind stolz darauf, alle Veränderungen aus eigener Kraft geleistet zu haben. Wir erhalten aufgrund unserer Gesellschaftsstruktur keine Gelder aus öffentlichen Kassen. Unsere Gärtner stemmen die Herausforderungen des schwierigen Marktes aus eigener Kraft!“

Mehr unter www.bzg-ffm.de