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Agrobusiness Niederrhein: mit Hightech zur Nachhaltigkeit

Um den „elektronischen Gärtner“, der immer einsatzbereit ist, ging es beim Unternehmertreff von Agrobusiness Niederrhein zum Thema „Mit Hightech zur Nachhaltigkeit“. Er arbeitet Tag und Nacht und meldet sofort, wenn erste Anzeichen auf Krankheiten oder Schädlinge an den Pflanzen im Gewächshaus hinweisen, erläutert dazu der Netzwerk-Verein, der sich für die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und der Innovationskraft von Unternehmen des Agrobusiness am Niederrhein einsetzt, in einer Pressenotiz. 

Das automatische Überwachen der Pflanzengesundheit erläuterte Peter Tiede-Arlt, neben ihm Dr. Anke Schirocki. Foto: Agrobusiness Niederrhein

Der Gärtner aus Fleisch und Blut hat dann die Kontrolle, wenn es darum geht, die Informationen, die der „elektronische Gärtner“ auf sein Handy geschickt hat, zu bewerten und die notwendigen Maßnahmen einzuleiten.

Immer mehr Hightech zieht in das Gewächshaus ein, um den Pflanzen das Wachstum noch einfacher zu machen. Diese innovativen Techniken, die im Zusammenspiel von Sensoren-, Roboter- und Computertechnik arbeiten, werden derzeit im Versuchszentrum Gartenbau in Straelen untersucht und weiterentwickelt. Die Landwirtschaftskammer NRW beteiligt sich mit dem Versuchszentrum an dem Projekt „Gezonde Kas“, in dem ein automatisches System zur Überwachung der Pflanzengesundheit entwickelt wird, und ist einer der wichtigsten Partner in diesem deutsch-niederländischen Projekt.

Peter Tiede-Arlt, Versuchsleiter Zierpflanzen im Versuchszentrum Garten- bau Straelen, stellte im Rahmen eines Unternehmertreffs den Mitgliedern von Agrobusiness Niederrhein diese Arbeit vor. „Die Entwicklung in der Technik schreitet schnell voran, und in absehbarer Zeit wird es möglich sein, Daten weiter automatisiert aufzunehmen, um die Klimafaktoren effektiver steuern zu können. Dies trägt zur Nachhaltigkeit beim Pflanzenwachstum erheblich bei“, erklärt Tiede-Arlt.

Wie er gegenüber der TASPO ausführte, ist seine Einrichtung im dem Interreg IV A EU-Programm „Gezonde Kas“ in zwei Modulen einbezogen: und zwar im Bereich Sensortechnik und Sporenmessung in Wasser und Luft. Einbezogen sei man auch in der anstehenden Zusammenführung der Ergebnisse aus dem Projekt. Zudem soll die gesamte Technik, die sich aus dem Projekt „Gezonde Kas“ herauskristallisiert hat, am 1. und 2. Oktober in Straelen präsentiert werden. Dann hat das Versuchszentrum die Türen für Besucher offen, und man kann den „elektronischen Gärtner“ vor Ort besichtigen.

„So viele Innovationen im Agrobusiness finden am Niederrhein statt. Diese Innovationen müssen viel bekannter gemacht werden“, sagt Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin von Agrobusiness Niederrhein. (hlw/an)