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TASPO Online Blaulicht-Report: schwerer Gewächshaus-Brand, Baumarkt verklagt

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In einer Gärtnerei in Remshalden standen am frühen Mittwochmorgen mehrere Gewächshäuser in hellen Flammen, wodurch hoher Sachschaden entstand. Bargeld statt Rosen wollte ein Mann in einem Blumengeschäft in St. Ingbert. Und eine Niedersächsin verklagt einen Baumarkt in Hannover auf Schmerzensgeld.

Für Einsätze von Polizei und Feuerwehr sorgten in den vergangenen Tagen unter anderem ein Großbrand in einer Gärtnerei und ein bewaffneter Raubüberfall auf ein Blumengeschäft. Foto: Pixabay

Gewächshäuser in Flammen: Brandstiftung vermutet

Für einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei sorgte am frühen Mittwochmorgen ein schwerer Brand in einer Gärtnerei im schwäbischen Remshalden. Meterhohe Flammen schlugen Medienberichten zufolge aus mehreren Gewächshäusern, als die gegen vier Uhr früh von Nachbarn alarmierten Einsatzkräfte mit insgesamt neun Löschfahrzeugen am Brandort eintrafen.

Nachdem zunächst das angrenzende Wohnhaus evakuiert wurde, versuchte die Feuerwehr anschließend, den Gewächshaus-Brand unter Kontrolle zu bringen. Nach ungefähr einer Dreiviertelstunde hatten die Einsatzkräfte das Feuer gelöscht. Um eventuell noch glimmende Stellen zu ersticken, wurde zusätzlich ein Schaumteppich ausgelegt.

Rund ein Viertel der laut Medienberichten insgesamt etwa 2.500 Quadratmeter umfassenden Gewächshäuser waren unmittelbar von den Flammen betroffen, wie die eingeschaltete Kripo am folgenden Tag ermittelte. Den dabei entstandenen Sachschaden schätzen die Beamten auf rund 50.000 Euro.

Unklar ist bis dato, was das verheerende Feuer ausgelöst hatte. Der Inhaber der Remshaldener Gärtnerei vermutet laut Medienberichten allerdings Brandstiftung – weil er seit Jahren mit einem Bewohner des Ortes im Streit liegt und deshalb in der Vergangenheit bereits einen Sicherheitsdienst einschalten musste. Die Polizei will diesen Verdacht bislang nicht bestätigen, sondern vielmehr auf das Urteil des hinzugezogenen Brandgutachters warten.

Brand in Baumschule: Betriebsinhaber verletzt

Ebenfalls gebrannt hatte es in der vergangenen Woche auf dem Gelände einer Baumschule in Rietberg. Auslöser waren hier Pappkartons, die der Betriebsinhaber laut Polizeibericht in einer Stahltonne verbrennen wollte. Der dabei entstandene Funkenflug löste dann offenbar das Feuer aus, das sich durch den Wind rasch weiter ausbreiten und von den anwesenden Personen nicht mehr gelöscht werden konnte.

Der daraufhin alarmierten Feuerwehr gelang es verhältnismäßig schnell, den Brand unter Kontrolle zu bringen und zu löschen. Auch ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Wohngebäude konnten die insgesamt 50 Einsatzkräfte verhindern, weshalb sich der entstandene Sachschaden auf geschätzte 3.000 Euro beschränkt.

Durch die starke Rauchentwicklung – laut Medienberichten war ein dichter Rauchpilz über der Baumschule bereits aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen – zog sich der Inhaber allerdings eine Rauchvergiftung zu und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Einparkversuch endet im Gartencenter

Unglücklich endete in der vergangenen Woche der Versuch einer 73-Jährigen, vor einem Gartencenter in Hückeswagen (Nordrhein-Westfalen) ihr Auto zu parken. Aus bislang ungeklärter Ursache rammte sie dabei mit ihrem Gefährt die Glasfassade des Geschäfts, die daraufhin zu Bruch ging. Die Seniorin verletzte sich laut Polizei bei ihrem missglückten Einparkversuch leicht, musste jedoch nicht ins Krankenhaus gebracht werden.

Kundin verklagt Baumarkt auf Schmerzensgeld

13.200 Euro Schmerzensgeld will eine Frau aus dem niedersächsischen Langenhagen, weil ihr beim Einkauf in einem Baumarkt in Hannover-Hainholz das abgebrochene Stück einer Betonplatte auf den Fuß gefallen war, wodurch sich die selbstständige Kosmetikerin eine stark blutende Risswunde zuzog und mehrere Wochen lang arbeitsunfähig war. Wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) schreibt, beschäftigt der Vorfall derzeit das Landgericht Hannover – weil sich der Baumarkt weigert, den geforderten Schadenersatz zu bezahlen.

Strittig ist unter anderem die Schuldfrage. Während der Anwalt der Klägerin auf Verletzung der Verkehrssicherheit durch den Baumarkt plädiert, beruft sich das Fachgeschäft darauf, die betreffende Lagerhalle regelmäßig von Mitarbeitern kontrollieren zu lassen. Vielmehr sei die 52-Jährige bei ihrem Einkauf im vergangenen Sommer unaufmerksam gewesen und habe zudem falsches Schuhwerk getragen – vermutlich Sandalen oder Sneakers. Diese Argumentation wiederum stuft die Gegenseite als abwegig ein: Schließlich könne nicht verlangt werden, dass Kunden nur mit Sicherheitsschuhen im Baumarkt einkaufen dürfen.

Mit einer Entscheidung des Gerichts ist frühestens am 16. März zu rechnen.

Verkäuferin in Blumengeschäft mit Messer bedroht

Unter dem Vorwand, eine Rose kaufen zu wollen, hat ein bislang unbekannter Täter am frühen Mittwochnachmittag ein Blumengeschäft in St. Ingbert überfallen. Nachdem die Verkäuferin den Preis für die georderte Blume genannt hatte, drängte sich der als ungepflegt wirkend beschriebene Mann hinter die Ladentheke. Dort bedrohte er die Angestellte laut Polizeibericht mit einem rund 30 Zentimeter langen Messer und zwang sie so zum Öffnen der Registrierkasse – aus der er anschließend eine dreistellige Bargeldsumme entwenden und unerkannt flüchten konnte.