TASPO GartenMarkt

Aussteller zufrieden mit der ersten Horti Vienna

Erstmals fand in der Messe Wien vom 27. bis 29. September die neue Fachmesse Horti Vienna statt. Resümee des Indega-Geschäftsführers Dr. Hans-Joachim Labowsky lautet: Es war ein gelungener Anfang, in zwei Jahren muss es mit erweitertem Konzept und verstärkter Einwerbung osteuropäischer Besucher weitergehen. 

Logo der Horti Viena. Grafik: Horti Vienna

Ideelle Träger der Messe für Garten- und Gemüsebautechnologie für Mittel- und Osteuropa sind der Bundesverband der Österreichischen Gärtner, der Bundesgemüsebauverband Österreich und die Landwirtschaftskammer Österreich. Insgesamt 2.056 Fachbesucher informierten sich bei mehr als 150 Ausstellern, teilt der Veranstalter H&K Messe (Stuttgart) mit.

Die nächste Horti Vienna findet voraussichtlich im September 2013 in Wien statt. Wolf Frenkler, Projektleiter der Horti Vienna zufolge, ist die Messe ein voller Erfolg gewesen.

Präsent war auch die Interessenvertretung der deutschen Industrie für den Gartenbau (Indega) mit 30 Mitgliedsfirmen, elf davon am Indega-Gemeinschaftsstand. 


Wenig Besucher aus Osteuropa
Labowskys Eindruck von der Messe: Von der Messeleitung war versprochen worden, Besucher insbesondere aus Osteuropa einzuladen. Dies wurde nur in geringem Umfang erreicht. Einige Besucher kamen aus Tschechien, Slowakei, Slowenien und Ungarn.

Laut Messe gab es hochrangige Delegationen aus Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Finnland. Das Gros waren österreichische Besucher. Ein Grund war vielleicht, dass die jeweiligen Landesmessen, etwa in Budapest und Brünn, gerade erst stattgefunden hatten.

Den Ausstellern zufolge waren es insgesamt noch zu wenig Besucher. Das Ausstellungsangebot – überwiegend aus dem Bereich Technik – war außerordentlich gut, es gab viele hochwertige Standgestaltungen. Zielgruppen für den Messebesuch waren der intensive Unterglas- und Freilandanbau mit Baumschulen.

Es kamen nur Fachbesucher. Fragt man die Aussteller, so waren sie zufrieden, ist doch erst einmal ein Auftakt gemacht, und dieser kann als gelungen betrachtet werden. Fünf portugiesische Besucher besuchten eine Indega-Mitgliedsfirma und schlossen einen Kaufvertrag ab.

Einen wesentlichen Beitrag zum ersten Erfolg der Veranstaltung lieferte das GartenBauCentrum Österreich (GBC), das als Genossenschaft für Gartenbaubedarf, Floristikbedarf und für Baumschulen allein mit 43 Ausstellungsständen präsent und stets gut besucht war.

Wien ist das Tor zu den osteuropäischen Nachbarländern und von diesen gut zu erreichen. Für viele osteuropäische Gärtner ist der Weg zur IPM oftmals zu weit. Wien kann eine interessante Zwischenstation für den Fachbesucher sein!

Um in Zukunft eine besuchenswerte Messe zu sein, muss die Horti Vienna ihr derzeitiges Angebot zunächst unbedingt halten. Dann wäre eine Ergänzung um Jungpflanzen und Saatgut wünschenswert. Einige Besucher nannten die Floristik ergänzenswert. Wesentlich zum Gelingen der Messe trug das an allen Tagen gut besuchte Vortragsprogramm zu verschiedenen Fachthemen bei.

(Dr. Hans-Joachim Labowsky/ts)