TASPO GartenMarkt

Ausverkauf bei Praktiker startet: keine Interessenten für Übernahme gefunden

Für die Baumarktkette Praktiker gibt es keine Übernahmeangebote. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Christopher Seagon mitteilt, bestehen aber nach wie vor Chancen, dass zahlreiche Praktiker-Filialen unter anderen Marken fortgeführt werden. Für entsprechende Standorte gebe es Seagon zufolge sowohl erste Angebote von potenziellen Investoren, die die Praktiker-Tochter Max Bahr übernehmen möchten, als auch von Mitbewerbern und Investoren aus anderen Branchen. 

Für Praktiker wurden im Gegensatz zu Max Bahr keine Übernahme-Interessenten gefunden. Werkfoto

„Niemand aus diesem Kreis hat Interesse an den Warenbeständen von Praktiker, deshalb werden wir den Leerverkauf in diesen Häusern vorbereiten“, so Seagon, der die Gespräche und Verhandlungen auch über einzelne Standorte aktiv begleitet, um möglichst vielen Mitarbeitern eine Anschlussbeschäftigung zu ermöglichen und einzelne Unternehmenswerte zu veräußern.

Den insgesamt etwa 5.330 festangestellten Beschäftigten (davon etwa 1.780 geringfügig Beschäftigte) an den 130 betroffenen Praktiker-Standorten wird derzeit nicht gekündigt. Aussagen zu den einzelnen Standorten können erst nach Ende des Investorenprozesses gegeben werden. Der Leerverkauf wird mit täglich wechselnden Angeboten Ende kommender Woche beginnen. Der genaue Zeitpunkt wird laut Information noch lokal bekanntgegeben.

Für die Übernahme von Max Bahr liegen hingegen laut Information wie erwartet bereits mehrere Angebote sowohl von strategischen als auch von Finanzinvestoren vor. „Wir sehen deshalb gute Chancen, die Standorte und Arbeitsplätze von Max Bahr zu sichern“, sagten Dr. Jens-Sören Schröder, vorläufiger Insolvenzverwalter von 78 Bestandsmärkten von Max Bahr, und Christopher Seagon, vorläufiger Insolvenzverwalter der 54 ehemaligen Praktiker-Märkte, die seit September 2012 in Max Bahr umgeflaggt wurden.

In den kommenden Wochen wird es unter anderem darum gehen, die Verhandlungen mit den potenziellen Investoren zu führen. Ziel ist es, eine Investorenlösung bis zum 1. Oktober 2013 mit dem besten Interessenten zu vereinbaren. Alle Max-Bahr-Märkte sind seit Insolvenzantragstellung weiterhin geöffnet, der Verkauf geht unverändert weiter und die Märkte werden mit Waren versorgt. (ts)