TASPO GartenMarkt

Bauausschuss Oldenburg stimmt für Ostmann-Gartencenter

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Einen Schritt weiter gekommen ist die Verwirklichung des geplanten knapp 14.000 Quadratmeter großen Gartencenters Ostmann im Oldenburger Stadtteil Tweelbäke. Als vorletzte Hürde haben jetzt SPD und CDU im Bauausschuss den Bebauungsplan gegen die Stimmen von Grünen und Linken zugestimmt. Der Plan von Rainer Ostmann aus Visbek, neben einen Möbelhaus seinen sechstes „Grün erleben“-Gartencenter zu verwirklichen, wurde zuvor kontrovers diskutiert.

Der Oldenburger Bauausschuss hat jetzt dem Plan des neuen Gartencenters "Ostmann Grün erleben" zugestimmt.

„Ich freue mich über die breite politische Zustimmung – es geht voran. Ich bin mir sicher, wir werden es schaffen“, sagte Rainer Ostmann gegenüber TASPO GartenMarkt. Allerdings muss der Plan noch im Oldenburger Rat verabschiedet werden. Grund zum Jubeln sieht Ostmann deshalb noch nicht. „Es war ein gutes Zeichen, wir sind ein gutes Stück weiter, aber wir sprechen seit drei Jahren darüber und haben noch nicht einmal Spaten geschwungen.“ Umstritten ist vor allem die Größe des Projektes, das auch 350 Parkplätze vorsieht und durch das bis zu 40 neue Facharbeitsplätze entstehen sollen.

37 Betrieben kämpfen dagegen

Die Initiative „Miteinander für Oldenburg“ wehrte sich gegen die Ansiedlung, berichtete unter anderem die Oldenburger Onlinezeitung (OOZ). „Das geplante Objekt in Tweelbäke bedroht bestehende Betriebe der grünen Branche in Oldenburg und den umliegenden Gemeinden“, erklärte Stefan Tinneberg von der Initiative, dem Online-Medium. 37 Gärtnereien, Blumenhäuser, Baumschulen und eine Raiffeisenwarengenossenschaft mit rund 400 Mitarbeitern hatten sich laut OOZ dagegen ausgesprochen. Damit würden sie für einen fairen Wettbewerb kämpfen. „Der ist mit der Ansiedlung dieses Gartencenters und den Überschneidungen in den Sortimenten nicht mehr gegeben“, ist Tinneberg überzeugt.

CDU rückt von Verkleinerung ab

Doch nicht nur der örtliche Handel fühlt sich in seiner Existenz bedroht, das Projekt passt zudem nicht zu den Eckdaten des von der Stadt entwickelten Einzelhandelsentwicklungskonzepts (EEK) und wurde deshalb politisch hitzig diskutiert. Oldenburg hat demnach das für die kommenden Jahre festgeschriebene stadtweite Erweiterungspotenzial im Gartensegment bereits ausgeschöpft. Anderseits steht die Stadt Oldenburg im Wort, für einen weiteren Frequenzbringer neben dem Möbelhandel zu sorgen. Die CDU hatte sich zeitweise für eine kleinere Version des Gartencenters stark gemacht. Diese Forderung ist inzwischen vom Tisch, nachdem die Beratungsfirma CIMA Zahlen vorgelegt hatte, nach denen eine Verkleinerung des Centers um einige tausend Quadratmeter nur geringe Auswirkungen auf die innerstädtische Umsatzverteilung habe, dafür aber die angestrebte Sogwirkung auf das Umland schwinde.

Derzeit gibt es fünf Standorte

Den Familienbetrieb Ostmann gibt es seit 1952, als Vater Georg begann, Blumen für einen Friedhof in Visbek anzubauen und zwei Jahre später seinen eigenen Laden eröffnete. 1996 übernahm Rainer Ostmann als gelernter Gartenbautechniker und Florist gemeinsam mit seiner Frau Elvira das Unternehmen. 1998 wurde in Visbek neu gebaut, später kamen weitere Filialen hinzu. Heute können Pflanzenliebhaber zudem in Wildeshausen, Bad Zwischenahn, Vechta und Stuhr bei „Ostmann Grün erleben“ einkaufen. Und das auf hohem Niveau: 2012 wurde das Gartencenter Ostmann in Bad Zwischenahn der Kategorie „Unternehmergeführtes Gartencenter“ mit dem TASPO Award ausgezeichnet.