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Bauhaus übernimmt über 20 Max Bahr-Immobilien und zahlreiche Mitarbeiter

Bauhaus erwirbt über 20 Max Bahr-Immobilien und will rund 1.300 Arbeitsplätze sichern. Das hat die Baumarktkette gestern bekannt gegeben. Wie schon bei den früheren Praktiker-Standorten Berlin-Wedding und Kassel bestätigt der Branchenriese nach eigenen Angaben seine Unternehmensstrategie – solides Wachstum, fachhandelsorientiertes Sortiment und eine verantwortliche Personalpolitik. Allen Mitarbeitern der von Insolvenz betroffenen und zukünftigen Bauhaus-Standorte werde vorbehaltlos die Beschäftigung bei Bauhaus zu mindestens den gleichen Bedingungen angeboten. 

In Berlin-Wedding, am ehemaligen Praktiker-Standort, eröffnete am 28. November ein modernes Bauhaus nach neustem Standard. Der „Stadtgarten" bietet dort eine breite Auswahl an Pflanzen für Balkon und Garten. Werkfoto

Diese grundsätzliche Haltung des Unternehmens hatte Bauhaus bereits bei seinem Engagement in Berlin und Kassel unter Beweis gestellt. Dort war das Unternehmen nach eigenen Angaben auf die verunsicherten Praktiker-Mitarbeiter zugegangen, um ihnen eine unbefristete Beschäftigung unter vollständiger Wahrung des bisherigen sozialen Status anzubieten. Die Planungen stünden allerdings noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung des Bundeskartellamtes.

Joachim von Schorlemer, Deutschlandchef der Royal Bank of Scotland (RBS), die die Hand auf zahlreiche Max Bahr-Immobilien hat, sagte dazu: „Wir freuen uns über den positiven Ausgang der Verhandlungen mit Bauhaus und dass damit ein substantieller Teil des Portfolios an ein so starkes und renommiertes Unternehmen geht. Insbesondere begrüßen wir die bemerkenswert klare und positive Haltung bezüglich der Personalfrage. Der Erhalt von Arbeitsplätzen spielt eine wichtige Rolle für uns und wir sind sehr zuversichtlich, dass wir für weitere Standorte Käufer finden werden. Wir arbeiten mit Hochdruck an diesen Optionen”.

Rechtsanwalt Berthold Brinkmann, Insolvenzverwalter von Moor Park, der Vermieterin zahlreicher Max Bahr-Standorte erklärte: „Als Verwalter der Vermieterin Moor Park haben wir seit längerer Zeit mit verschiedenen Interessenten verhandelt. Dazu zählte auch Bauhaus. Im Hinblick auf eine einheitliche Lösung für das gesamte Unternehmen hatten wir diese Gespräche kurzzeitig ausgesetzt. Nachdem eine Gesamtlösung jedoch nicht mehr umsetzbar war, sind wir direkt wieder in Kontakt mit Bauhaus getreten und haben die Verhandlungen schnell zu einem erfolgreichen Abschluss geführt. Das ist ein erster Meilenstein in Richtung des von uns angestrebten Erhalts eines großen Teils der Arbeitsplätze. Selbstverständlich setzen wir unsere intensiven Verhandlungen mit Interessenten für weitere Standorte fort.”

Folgende Standorte hat Bauhaus erworben: Augsburg-Oberhausen, Donauwörther Str., Berlin (Treptow) Schnellerstr., Bremen-Oslebshausen, Tucholskystr., Bremen-Osterholz, Hans-Bredow-Str., Cottbus, Paul-Greifzu-Str., Gera, Elsterdamm, Hamburg-Bramfeld, Bramfelder Chaussee, Hamburg-Langenhorn, Tarpen, Hamburg-Stellingen, Kieler Str., Hamburg-Wandsbek, Wandsbeker Zollstr., Hennef, Fritz-Jacobi-Str., Karlsruhe-Oststadt, Käppelesstr., Kiel-Ravensberg, Gutenbergstr., Koblenz-Neuendorf, Otto-Schönhagen-Str., Köln-Ehrenfeld, Weinsbergstr., Lübeck-Moisling, Lohgerber Str., Lüneburg, Auf den Blöken, Mainz-Mombach, Rheinallee, Nürnberg-Schweinau, Geisseestr., Rostock-Schutow, An den Griebensöllen, Schweinfurt, Rudolf-Diesel-Str., Schwerin-Großer Dreesch, Graf-Yorck-Str. Zwei weitere Standorte sind derzeit noch Gegenstand von Verhandlungen. (ts)