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Baumärkte erwarten Umsatzwachstum

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Optimistisch zeigen sich die Baumärkte im Hinblick auf das laufende Jahr. Ihre Prognose für 2016: ein flächenbereinigtes Umsatzwachstum von 1,0 Prozent. Im Rahmen eines beständigen Verlaufs der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland sei ein Umsatzwachstum von 1,3 bis 1,5 Prozent zu erzielen. Diesen Ausblick gab der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) bei seiner Jahrespressekonferenz in Köln.

Gartensortimente waren auch 2015 die Wachstumstreiber in den Baumärkten. Foto: Picture-Factory/Fotolia

Auch der Blick zurück auf 2015 war für den deutschen Baumarkthandel erfreulich. Bestimmt wurde das vergangene Jahr von einer Marktkonsolidierung nach Insolvenzen der Ketten Praktiker und Max Bahr sowie Übernahmen und Wiedereröffnungen vieler Filialen. Mit einem Gesamtbruttoumsatz von 17,97 Milliarden Euro konnte die Branche 2015 ein Plus von 2,4 Prozent erzielen. Auch auf bereinigten und vergleichbaren Verkaufsflächen verzeichnete sie mit einem Plus von 0,2 Prozent ein leichtes Wachstum, erläuterte BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst.

Baumärkte: Zahl der Standorte steigt erstmals seit Jahren

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Baumarktstandorte in Deutschland und die Gesamtverkaufsfläche erstmals seit Jahren wieder an. Die Anzahl der Standorte von Baumärkten hat sich von 2.118 im Jahr 2015 auf 2.134 in diesem Jahr entwickelt. Die Flächen lagen im Jahr 2015 bei 13,03 Millionen Quadratmetern, jetzt bei 13,30 Millionen Quadratmetern. Ursachen sind vor allem die Wiedereröffnungen ehemaliger Praktiker-/Max Bahr-Standorte. Aktuell seien von insgesamt 301 betroffenen Standorten 135 von anderen Baumarktbetreibern übernommen worden und 72 von Branchenfremden, bleiben noch 94.

Mittelfristig werde sich die Zahl der Baumärkte wohl auf einem Niveau von 2.150 Standorten einpendeln, schätzt BHB-Vorstandssprecher Detlef Riesche. Entscheidend für das Umsatzplus im vergangenen Jahr waren das zweite und dritte Quartal. Dank der Witterung machten sie ein deutliches Plus von 6,0 beziehungsweise 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nur der Start ins Jahr war zunächst recht holprig.

Gartensortimente Wachstumstreiber in Baumärkten

Wachstumstreiber waren wieder die Gartensortimente bei den Baumärkten. Die Gesamtheit aller Gartensortimente erzielte einen Umsatz von 4,02 Milliarden Euro und damit 22,4 Prozent des gesamten Jahresumsatzes. Beteiligt waren daran die Warengruppen Gartenausstattung mit 1,18 Milliarden Euro, Gartengeräte, Be -und Entwässerung mit 963,6 Millionen, Lebendes Grün mit 931 Millionen und Gartenchemie, Erden, Saatgut mit 580 Millionen sowie Gartenmöbel mit 359,8 Millionen Euro. Dabei legten die Gartenmöbel deutlich um 12,2 Prozent zu, Gartengeräte um 6,7 und Gartenausstattung um 6,5 Prozent.

Die Umsätze aus dem Online-Handel stiegen für den gesamten DIY-Bereich im vergangenen Jahr um 10,5 Prozent an, auf 2,24 Milliarden Euro. Die Produkte des Gartensortimentes machen dabei nur 597 Millionen Euro aus. Der stellvertretende BHB-Vorstandssprecher Kai Kächelein rechnet mit moderaten Steigerungen, die bis im Jahr 2020 Online-Umsätze von rund zehn Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen könnten.