TASPO GartenMarkt

Baumärkte: Gartensortimente vergleichsweise „out“

Bis zu 2,5 Prozent Umsatzwachstum erwartet der Handelsverband Bauen, Heimwerken und Garten alleine für den Baumarkthandel. Und das, obwohl das erste Quartal 2015 nicht gerade rosig verlief, vor allem für den Verkauf von Gartensortimenten. Mit insgesamt 3,86 Milliarden Euro büßte der Baumarkthandel 4,2 Prozent zum Vergleichsquartal im Vorjahr ein.  

Auch die Pleite der Praktiker/Max Bahr-Gruppe hemmte die Umsätze der Baumärkte. Foto: Werkfoto

Gartensortimente leiden unter unbeständigem Wetter

Zu unbeständig sei das Wetter im März 2015 gewesen, als dass der Baumarkthandel mit den überaus starken Ergebnissen des Vorjahres hätte mithalten können. Bei den Gartensortimenten verkauften sich die Warengruppen Gartenchemie/Erden/Saatgut  (minus 17,2 Prozent), Lebendes Grün (minus 13,7 Prozent), Gartenausstattung (minus 10,4 Prozent), Gartengeräte/Be- und Entwässerung (minus 9,0 Prozent) und Gartenmöbel (minus 6,7 Prozent) deutlich schlechter als im Vorjahr.  

Zudem hänge dem gesamten Branchenzweig noch die Pleite der Praktiker/Max-Bahr Unternehmensgruppe nach.  „Die aktuelle Bilanz nach drei Monaten kommt für die Branche im Hinblick auf die besonderen Marktbedingungen im 1. Quartal des Vorjahres 2014 erwartungsgemäß“, kommentiert BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst das aktuelle Branchenergebnis.

Baumärkte überzeugen Kunden trotzdem

„Ungeachtet der aktuellen Zwischenbilanz verdeutlicht aber ein differenzierter Blick auf die Marktentwicklungen, dass es die Unternehmen der Baumarktbranche derzeit schaffen, das zur Zeit in Deutschland nach wie vor gute Konsumklima zu nutzen und mit attraktiven Angeboten die Baumarktkunden vom Leistungsportfolio der Branche zu überzeugen“.

Der BHB beauftragte das Marktforschungsinstitut results4retail, Köln. Die Marktexperten sagen für 2015 ein Umsatzwachstum von bis zu 4,1 Prozent für die Gesamtbranche voraus. Allerdings hinge sehr viel davon, wieviele neue Baumärkte eröffnet beziehungsweise an den alten Praktiker/Max-Bahr Standorten wiedereröffnet würden. Durch die Insolvenz der Unternehmensgruppe musste der BHB auch ein Absacken der Verkaufsfläche um 6,3 Prozent verzeichnen.

Sanitär- und Heizungswaren mit höchsten Umsätzen

Die höchsten absoluten Umsätze im 1. Quartal 2015 erzielten die Bau- und Heimwerkermärkte mit Sanitär- und Heizungswaren (428,4 Mio. Euro),  Elektro inklusive Beleuchtung (326,0 Mio. Euro), Bauchemie/Baumaterial (324,5 Mio. Euro), Anstrichmitteln/Malerzubehör (276,7 Mio. Euro) und Werkzeugen/Maschinen/Werkstattausstattung (271,1 Mio. Euro). (ts/bhb)