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Baumärkte: Guter Start in das Jahr 2011

Das Jahr 2011 hat für die Baumarkt-Branche vielversprechend begonnen. Bis Ende Februar liegt das Umsatzplus bei annähernd drei Prozent. Die optimistische Grundstimmung lasse einen positiven Jahresverlauf 2011 erwarten, so Michael Baumgardt, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenmärkte (BHB), bei einer Pressekonferenz in Frankfurt.

Die Gartenabteilungen lassen in den Baumärkten besonders im April die Umsätze steigen. Auch hier soll künftig die Qualität in allen Preissegmenten im Fokus stehen. Werkfoto

Der Baumarkthandel steigerte im vergangenen Jahr seinen Bruttoumsatz um drei Prozent, so dass Baumgardt von einem guten Jahr 2010 spricht. In unsicheren Zeiten besinnen sich die Verbraucher auf Heim und Garten, sagte er.

Hobbyheimwerker und Gartenfreunde gaben im vergangenen Jahr insgesamt 18,43 Milliarden Euro in den Bau- und Heimwerkermärkten aus, so viel wie nie zuvor. Als Spitzenreiter wird in der aktuellen Baumarktstatistik dank der Gartenabteilungen der April mit Erlösen von knapp zwei Milliarden Euro geführt.

2010 wurde insgesamt wieder deutlich, dass sich die Heimwerker in ihrem Renovierungseifer und mehr noch die Gartenbesitzer stark vom Wetter beeinflussen lassen. Doch die einmal gefassten Pläne werden, wie die Umsatzentwicklung zeigt, in der Regel nur aufgeschoben. Dafür sprechen die ab Juni konstant über Vorjahr liegenden Umsatzzahlen.

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 2.447 Bau- und Heimwerkermärkte betrieben. Sie erwirtschafteten die 18,43 Milliarden Euro auf einer Gesamtverkaufsfläche von 13,18 Millionen Quadratmeter. Das Potenzial für neue Standorte hält Baumgardt für noch nicht ausgeschöpft.

Entscheidend sei hier das richtige Augenmaß für die Nische, für den richtigen Standort mit ausreichender Kaufkraft und Nachfrage. Im vergangenen Jahr hat sich die Baumarktbranche auf die Überarbeitung ihrer Sortimente und die Analyse von Kundenbedürfnissen konzentriert.

Die Zeit der kräftezehrenden Preisschlachten sei vorbei, so Baumgardt. Stattdessen stehen künftig Qualität in allen Preissegmenten sowie Service und Dienstleistungen im Fokus. Eine neue Studie belegt die volkswirtschaftliche Bedeutung des gesamten Sektors entlang der Wertschöpfungskette, vom Produzenten über die Handelsstufen bis zum Dienstleister.

So beträgt die Wertschöpfung in Deutschland 29,5 Milliarden Euro, und der Sektor zählt rund 480.000 Beschäftigte. Gemäß dieser Bedeutung wäre eigentlich eine Zusammenarbeit aller beteiligten Verbände nötig, so Baumgardt. Wir brauchen eigentlich den Schulterschluss in der Verbändestruktur, sagte er in Frankfurt.