TASPO GartenMarkt

Baumärkte peilen Umsatzwachstum bis 2,5 Prozent an

Erwartungsvoll blicken die Baumärkte auf das Wetter und den Beginn der Gartensaison. Macht der grüne Anteil doch ein Fünftel, in manchen Märkten bis zu einem Viertel der Umsätze aus. Ihre Prognose für 2015: ein flächenbereinigtes Umsatzwachstum zwischen 1,5 bis 2,5 Prozent und bis zu 4,1 Prozent Gesamtumsatzplus durch neue Standorte. 

Gartenabteilung in einem ehemaligen Max Bahr-Markt. Werkfoto

Diesen Ausblick gab der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) bei einer Pressekonferenz vergangene Woche in Frankfurt.

Baumärkte gespannt auf Gartensaison 2015

2013 verbuchte einen schlechten Start in die Gartensaison, danach jedoch einen besseren Verlauf. 2014 war es umgekehrt: Ein bombastischer Start in Februar und März, danach verflachte der Abverkauf, und der Mai war verregnet. Und für 2015 blickt man nach einem erneut sehr milden Winter gespannt auf die Gartensaison in den Baumärkten. Vier bis fünf Monate ist sie der Umsatzmotor, sagte BHB-Vorstandssprecher Erich Huwer.

Im Jahr 2014 erzielte der Baumarkthandel einen flächenbereinigten Umsatzzuwachs von 5,0 Prozent. Der Gesamtmarkt erreichte einen Gesamtbruttoumsatz von 17,63 Milliarden Euro, das bedeutet einen Rückgang von 6,2 Prozent. Dies ist vor allem durch das Verschwinden der Gruppe Praktiker-Max Bahr zurückzuführen, erläuterte Dr. Peter O. Wüst, BHB-Hauptgeschäftsführer. Die Gesamtheit aller Gartensortimente erzielte einen Umsatz von 3,73 Milliarden Euro und damit rund 21 Prozent des gesamten Jahresumsatzes.

Praktiker-Insolvenz und Wetterkapriolen bestimmten das vergangene Jahr

Der Marktaustritt der Praktiker-Gruppe und die Wetterkapriolen haben das vergangene Jahr im Wesentlichen geprägt. Der drittgrößte Filialist mit gut zwei Milliarden Euro Umsatz oder zwölf Prozent Marktanteil ist erst verschwunden, dann teilweise von anderen übernommen worden. Gespannt richtet sich der Blick der BHB-Mitglieder jetzt auf die 130 Praktikermärkte, die noch nicht neu besetzt sind.

Bis Ende 2015 stehen etwa 20 bis 25 Neueröffnungen bevor, doch die Praktiker-Insolvenz wirke sich über mehrere Jahre aus, so Wüst. Insgesamt liegt die Zahl der Standorte bei 2.118 mit 13,03 Millionen Quadratmetern Fläche.

Österreich mit Plus, Situation in der Schweiz eher schwierig

In Österreich erzielte die Branche mit einem Gesamtbruttoumsatz von 2,39 Milliarden Euro ein Plus von flächenbereinigt 0,7 Prozent. Auch hier die Prognose für 2015: ein leichtes Wachstum bis zu 1,5 Prozent.

Schwierig stellt sich die Situation in der Schweiz dar. Verhandlungen mit Lieferanten laufen gerade. Doch wie sich die Kauflust der schweizer Verbraucher entwickelt, bleibe abzuwarten, so Wüst. (fri)

Mehr zur Entwicklung der Baumarkt-Branche lesen Sie in der TASPO 12/2015.