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Baumschul-Fachmesse im niederländischen Venray: Erste Ausgabe war erfolgreich

Wer sich bis 14 Uhr gedulden konnte, bekam in Venray Ende November einiges zu sehen. In dem kleinen Örtchen nördlich von Venlo, direkt an der deutsch-niederländischen Grenze, fanden drei Ausstellungen in einem Messekomplex statt.

Über 3.000 Besucher sahen sich auf der Baumschul-Fachmesse um. Foto: Gabriele Friedrich

Seit einiger Zeit gibt es die Tuinbouw Relatiedagen, die neben Jungpflanzen, Zubehör und Technik vor allem für den Unterglasanbau zeigen, sowohl für Gemüse als auch für Zierpflanzen. 230 Aussteller zeigten an den drei Messetagen ihre Produkte und Dienstleistungen. Gleich nebenan erreichten die Besucher durch besondere Zugänge die Baumschul-Fachmesse, die erstmals stattfand.

Hier zeigten noch einmal rund 70 Aussteller ein breites Angebot an Gehölzen und Stauden. Viele Aussteller kamen auch aus dem Bereich der Baumschultechnik und Zubehör-Lieferanten waren vertreten. Jungpflanzen, Ziersträucher, Alleebäume, Containerware, Wurzelnackte, Immergrüne, Obstgehölze, Koniferen und Stauden – hier zeigten die Baumschulen die ganze Vielfalt ihrer Sortimente. Nicht ganz einfach, Ende November attraktive Gehölze zu zeigen. So befanden sich an den Ständen vielfach Immergrüne im Mittelpunkt. Zum anderen stand der Termin vor allem bei Baumschulern mit Alleebäumen in der Kritik. Sie sind um diese Zeit vollauf mit ihrer Produktion beschäftigt und stehen mitten in der Saison.

Die Ausstellung verzeichnete nach Angaben der Veranstalter, der Evenementenhal Venray, an den drei Tagen über 3.000 Besucher. Organisator Stefan Keijzer zeigte sich mit dieser Anzahl zufrieden. Auch die Aussteller hätten sich zufrieden geäußert, daher sei schnell entschieden worden, auch im kommenden Jahr wiederum eine Baumschul-Fachmesse abzuhalten, an gleicher Stelle. Die Region biete beiderseits der Grenzen, aber auch im nahen Belgien, eine gute Plattform für beide Seiten, für Aussteller und Besucher. Tatsächlich waren auf der Messe nur Fachbesucher zugelassen, und das Fachpublikum kommt aus Produktion, Groß- und Einzelhandel sowie dem GaLaBau, von niederländischer wie auch von deutscher Seite.
Aussteller berichten von gutem Zuspruch seitens der Besucher und sogar von einem guten Ordergeschäft. Regionalbörsen mit solch breitem Angebot erfahren wieder mehr Resonanz.

Eine dritte Ausstellung DETAF, in den gleichen Hallen, beschäftigte sich mit nachhaltiger Energie und nachwachsenden Rohstoffen in der Landwirtschaft. Auch dieses Thema interessierte viele der Besucher, da Solarenergie, Windkraft oder Biogas natürlich auch im Gartenbau allgemein eine große Rolle spielt. Hier soll es im kommenden Jahr eine bessere Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Messen geben, sagte Keijzer.

Ebenso ist geplant, im kommenden Jahr die Ausstellung zwei Wochen später zu organisieren, um den Wünschen vor allem der Alleebaum-Produzenten nachzukommen. Übrigens lagen die Öffnungszeiten jeweils von 14 bis 22 Uhr, also besonders besucherfreundlich, da sie Rücksicht auf die arbeitsreichen Tage in der Herbstsaison und auf das Adventsgeschäft nahmen. (fri)