TASPO GartenMarkt

BBE-Umfrage: Stimmung abgesackt

Sind die bundesdeutschen Blumenfachgeschäfte die Verlierer der Frühjahrs-Saison, die Gartencenter dagegen eher die Gewinner? Auf diese Entwicklung lassen die Ergebnisse der Juli-Umfrage der BBE-Unternehmensberatung (Köln) im Auftrag der TASPO schließen: Danach geben mit 54 Prozent über die Hälfte der befragten Blumenfachgeschäfte für Mai und Juni einen schlechteren oder sogar viel schlechteren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr an, noch nicht einmal ein Viertel von ihnen (22 Prozent) konnte sich über ein Mehr in der Kasse freuen. Genau gegenteilige Aussagen kamen von den befragten Gartencentern: 56 Prozent gaben hier höhere oder sogar viel höhere Umsätze als im Vorjahreszeitraum an, noch nicht einmal ein Fünftel (18 Prozent) verzeichnete einen schlechteren Umsatz. Insgesamt ist die Stimmung der gesamten Branche in diesen Sommermonaten enorm in den Keller gesackt: Der Stimmungsindex rutschte vom Frühjahrshoch mit 103,7 Punkten im Mai auf jetzt nur noch 79,3 Punkte - und damit auf einen wirklich dramatisch tiefen Wert. Zwar hatte die Branche auch im Vorjahr einen Stimmungsabfall im Juli gezeigt, da blieb der gesamtdeutsche Wert aber noch deutlich über 100. Zur Erinnerung: Werte über 100 bedeuten, dass die Optimisten, unter 100, dass die Pessimisten unter den insgesamt 100 Befragten überwiegen. Am tiefsten sank die Stimmung im Osten - von immerhin noch 83,7 Punkten im Mai auf jetzt 58,1 Punkte. Der Westwert sackte von 109,9 auf 85,5 Punkte. Eine Ursache dafür liegt sicher in der derzeitigen Einschätzung der Branchenlage: Diese bewertet mit nahezu jedem zweiten Unternehmen der Großteil aller Befragten bestenfalls als mittelmäßig (54 Prozent). Jedes dritte Unternehmen (29 Prozent) gibt hier schlecht/sehr schlecht an, hier vor allem viele Blumenfachgeschäfte (42 Prozent), weniger Gartencenter (16 Prozent). Auch die Bewertung des eigenen Unternehmens fällt in dieser Umfrage deutlich zurückhaltend aus: Keiner der Befragten wagte ein "Sehr gut" für die eigene Lage, "gut" sagte ein Drittel der Gartencenter (32 Prozent) und nur etwas mehr als ein Zehntel (zwölf Prozent) der Blumenfachgeschäfte. Insgesamt bewertete fast jedes vierte Unternehmen (21 Prozent) die Lage des eigenen Unternehmens als schlecht oder sogar sehr schlecht. Als Gründe für eine gute Unternehmenslage gab die "positive" Teilgruppe eine gute Auftragslage und Auslastung (32 Prozent) und steigende Kauflust (23 Prozent) an. Die Befragten, die ihre Unternehmenslage als schlecht bewerten, führten das vor allem auf eine allgemeine Kaufzurückhaltung (67 Prozent), die Urlaubszeit (29 Prozent) und hohe Energiekosten (24 Prozent) zurück.