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BBE-Umfrage: Trübe Aussichten drücken die Stimmung

Gartencenter und Blumenfachgeschäfte in den östlichen Bundesländern sind mit ihrer wirtschaftlichen Lage derzeit äußerst unzufrieden. Diesen Schluss lassen die Ergebnisse der September-Umfrage der BBE-Unternehmensberatung im Auftrag der TASPO zu: Danach beurteilt mit 43 Prozent der befragten Ost-Unternehmen fast die Hälfte die eigene Unternehmenslage als „schlecht“, im Westen tun das gerade einmal 21 Prozent der Befragten. Deutlich differiert entsprechend auch die Stimmung zwischen Ost und West. Während der BBE-Stimmungsindex für Westdeutschland von Juli bis September gerade einmal um 2,5 Punkte – von 115,8 auf 113,3 – sank, brach er im Osten um fast 25 Punkte regelrecht ein: Er sackte von Juli bis September von 81,2 auf jetzt 57,6. Das machte sich auch im bundesdeutschen Gesamtstimmungsindex bemerkbar – der sank von einem Wert von 108,1 im Juli auf einen Wert von 101 im September. Noch einmal zur Erinnerung: Werte über 100 bedeuten, dass die Optimisten, Werte unter 100, dass die Pessimisten unter den befragten Unternehmen überwiegen.

Der herbstliche Einbruch des Stimmungsindex im Osten auf so niedrige Werte ist nicht neu, betrachtet man die Verläufe der vergangenen Jahre. Er wiegt aber vor dem Hintergrund, dass die gesamte Branche in diesem Jahr einen Stimmungshöhenflug mit rekordverdächtigen Indexwerten bis zu 141 Punkten verzeichnete, doch besonders tragisch. Rückschlüsse auf die Ursachen für die Unzufriedenheit lässt die aktuelle BBE-Umfrage nur bedingt zu: Der September-Umsatz lag bei immerhin 61 Prozent der befragten Unternehmen im Osten und bei 86 Prozent der Unternehmen im Westen über dem Umsatz des Vorjahresmonats, kein Unternehmen verzeichnete Umsatzrückgänge. Allerdings konnten die meisten Ostler (52 Prozent) nur Umsatzzuwächse bis zu maximal fünf Prozent verbuchen, während ein knappes Drittel (30 Prozent) der Westunternehmen für den September sechs bis zehn Prozent mehr Umsatz oder sogar darüber angab.