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Beet & Balkon: bessere Preise keine Hexerei

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Die Beet- und Balkonpflanzensaison kann für Gartencenter und Einzelhandelsgärtnereien entscheidend für Erfolg oder Misserfolg eines ganzen Jahres sein. Es ist die Zeit der höchsten Kundenfrequenz, Tagesumsätze, aber auch Arbeitsspitzen. Oft sind die Erträge allerdings ernüchternd. Durch Produktindividualisierung, -erneuerung, Markenbildung, Themengestaltung und Storytelling lassen sich Kunden jedoch auch zu höherpreisigen Produkten verführen.

Bessere Preise zu erzielen, ist keine Hexerei. Die Strategien dazu basieren vielmehr auf effizienten Instrumenten der Produktaufwertung und Verkaufsförderung. Foto: eevlada/Fotolia

Gleichgültig, ob es sich um Geranien, Petunien oder andere Pflanzenarten handelt – jeder Unternehmer, der mehr für seine Ware verlangen will, muss auch mehr bieten. Eine Möglichkeit zur Produktaufwertung ist die Wahl des Kulturtopfes. Hier stehen gleich vier Instrumente zur Auswahl:

  • Umstellung auf größere Töpfe
  • Umstellung auf farbige Töpfe
  • Verwendung von farbigen Töpfen mit Informationen
  • Verwendung von Pot Covers als Cups oder Manschetten

Beet & Balkon: größere Töpfe = höherer Verkaufspreis

Dass Verkaufspreis und Topfgröße im Pflanzenhandel in enger Korrelation stehen, ist kein Geheimnis. Bereits die Umstellung vom 12cm- zum 13cm-Topf führt in der Regel zu überproportionalen Preisvorteilen. Deutliches Beispiel: Tomatenjungpflanzen im 9cm-Topf schaffen es kaum über 0,80 Euro pro Stück im Detailhandel. Pflanzen im 13cm-Topf liegen bei zwei Euro „plus x“.

Auf dem Vormarsch sind ferner farbige Töpfe, die bei blühender Ware oftmals in der Blütenfarbe der Pflanze gehalten werden. Folglich werden gelbe Töpfe für Bidens oder Tagetes, lila Töpfe für Lavendel verwendet. Farben, das ist bekannt, inspirieren, beleben, wecken Interesse und Emotionen. Insofern übernehmen farbige Töpfe immer mehr das Regime, schwarze Töpfe sind die Verlierer.

Produktaufwertung mittels farbig bedruckten Kulturtöpfen

Der folgende Schritt in Richtung Produktaufwertung tritt mit farbig bedruckten Kulturtöpfen ein, versehen mit Produktbezeichnung, Pflegetipps, EAN-Code, in einigen Fällen einschließlich QR-Code sowie Angaben zum Produzenten, Händler oder zur Vertriebsorganisation. Dadurch bekommt eine an sich vergleichbare „Allerweltsware“, wie etwa die Geranie, ein Gesicht. Sie wird zur Marke.

Schließlich bleibt als Aufwertungsmaßahme mittels der Topfgestaltung noch die Topfummantelung zu nennen. Dazu dienen farbig bedruckte Manschetten, sogenannte Pot Covers, bestehend aus einem wasserfesten Hochglanzmaterial. Für den Konsumenten stellen Pflanzen in Pot Covers am POS ein unübersehbares Blickfangmittel dar, das zum Zugreifen animiert. In einigen Fällen werden Pot Covers sogar gleich mit Tragegriffen ausgestattet, was den Mitnahmeeffekt noch weiter steigern soll.

Bessere Preise lassen sich außerdem mittels Sortimentsdiversifikation, mehr Neuheiten oder Konzepten zur Verkaufsförderung von bestimmten Sortimenten und Pflanzengruppen erzielen.

Wie dies funktionieren kann, lesen Sie in unserem großen Beitrag in der TASPO 35/2016, die am 2. September erschienen ist.