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BGI: Valentinsgeschäft 2012 war durchwachsen

Die jährliche telefonische Ad-hoc-Umfrage zum Valentinsgeschäft bei den Mitgliedern des Verbandes des Deutschen Blumen-Groß- und Importhandels (BGI, Straelen-Herongen) mit Schnittblumengroßhandel stellte sich durchwachsen dar. Anders als im Jahr zuvor, zeichneten sich laut BGI starke Pole bei der ersten Einschätzung des Geschäftsverlaufs zu Valentin ab. Allerdings gab es auch ein sehr breites, stabiles Mittelfeld. Gründe für die Polarisierung ließen sich bisher nicht benennen, so der Verband. 

80 Prozent der befragten Mitglieder beurteilten den Verlauf des Valentinsgeschäftes als zufriedenstellend. Dabei sei deutlich geworden, dass die Erwartungen für 2012 sehr realistisch ausfielen und vom Niveau 2011 ausgingen. 20 Prozent der Befragten zeigten sich mit dem Geschäft nicht zufrieden. Besondere regionale Unterschiede ließen sich dabei nicht erkennen. Befragte, die eher zufrieden waren, stellen mehrheitlich heraus, dass sie in den vergangenen beiden Jahren mehr in Kundenbindung, Service und Sortiment investiert haben.

Dies spiegele sich auch in der Umsatzeinschätzung wider. 21 Prozent berichteten von deutlich höheren Umsätzen als 2011 und 43 Prozent von Umsätzen auf gleichem Niveau. 38 Prozent hätten auch geringe Umsätze verzeichnet. Mit ähnlichen Zahlen stelle sich auch die verkaufte Menge dar.

Die Preisentwicklung bei der Beschaffung bewerteten 85 Prozent der Befragten trotz der hohen Preise für rote Rosen in der Woche vor Valentin als neutral bis positiv: Es zeichne sich ab, dass der Großhandel vermehrt versucht, für das Produkt „rote Rose“ langfristig Absprachen zu treffen, aber auch Alternativen im Sortiment anbietet und ausbaut. Dabei sei allerdings feststellbar, dass die klassischen Frühjahrsblüher als Alternative für Valentin zu wenig Anklang finden.

Insgesamt wurden die Erwartungen des Großhandels zum Valentinsgeschäft 2012 im Wesentlichen erfüllt, fasst der BGI zusammen. Besonders problematisch war 2012 die schwierige Wetterlage in einigen Regionen, so der BGI dazu. Starke Fröste und geschlossene Schneedecken hätten den Verbraucher nicht überall zum Kauf animiert. Außerdem hätten sich die Blumenfachgeschäfte entsprechend vorsichtig im Einkauf verhalten. In vielen Großhandelsbetrieben habe sich am Tag nach Valentin noch nicht abgezeichnet, ob ein Nachverkauf stattfindet oder ob die Blumengeschäfte gut bevorratet sind.

Erstmals machte sich offensichtlich die negative Berichterstattung in den Medien bemerkbar. Hier habe der BUND mit seinen negativen Informationen zur Belastung von Schnittblumen mit Pflanzenschutzmitteln allerdings eher den Groß- und Einzelhandel als spürbar den Konsumenten belastet. Verunsicherte Kunden fragten nach den Informationen des BGI allerdings erstmals nach Fairtrade-Rosen. Und diese waren auch über das Programm „Fairtrade für Floristen“ bei den angeschlossenen Großhändlern des BGI verfügbar. (bgi)