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Bienen-Drohnen bestäuben Pflanzen

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Forscher aus Japan haben eine Drohne entwickelt, die eine Bestäubung nach dem Bienensterben verspricht. Am unteren Teil des vier Zentimeter großen Apparats sind Pferdehaare aufgeklebt, die mit Gel bestrichen wurden, damit der Pollen haften bleibt.

Über die Hälfte aller Bestäubungsversuche konnten die Wissenschaftler mit der Bienen-Drohne erfolgreich gestalten. Foto: Dr. Eijiro Miyako

Pollentransport dank Haftgel und Flugdrohne

Um die Haftfähigkeit der Substanz zu beweisen, bestrichen die Wissenschaftler zuerst Stubenfliegen und Ameisen. Untersuchungen ergaben, dass diese Insekten mehr Pollen transportierten, als im natürlichen Zustand.

Dann folgte der Test am blühenden Objekt. Die Wissenschaftler flogen mit der Bienen-Drohne Lilienblüten an und schafften es nach drei Versuchen, rund die Hälfte des Pollens aufzunehmen. Eine anschließende Auswertung ergab, dass die Bestäubung bei 53 Prozent der angeflogenen Lilien erfolgreich war.

Bienen-Drohne arbeitet mit laserbasiertem Radar

Die Idee für die Bienen-Drohne ist nicht ganz neu. Auch an den Universitäten von Buffalo und Florida entwickelten Forschungsgruppen winzige Flugkörper mit laserbasiertem Radar. Keine der damals entwickelten Flugobjekte war jedoch in der Lage, Blüten zu bestäuben.

Dass sich die Steuerung der Drohne noch schwierig gestaltet, sehen Sie im Video.