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Bildanalyse CFBA: Befall mit Falschem Mehltau früh erkennen

Der Falsche Mehltaupilz Bremia lactuae mutiert rasch und passt sich widerstandsfähigen Salatsorten an. Deshalb stehen Anbauer und Züchter immer wieder vor dem gleichen Problem. Das Leibniz-Institut für Agrartechnik (ATB) und das Julius Kühn-Institut (JKI) haben nun eine neue Bildanalysemethode getestet, die Salatzüchtern helfen kann, schneller widerstandsfähige Pflanzen auszuwählen.

Die CF-Bildanalyse verläuft zerstörungsfrei und liefert schneller Ergebnisse als herkömmliche Methoden. Foto: ATB

Das Ergebnis des Forschungsprojekts „SalatBild“ war eindeutig: die Chlorophyllfluoreszenzbildanalyse (CFBA) gilt nun als zuverlässige Methode zur noch früheren Erkennung der Pilzkrankheit Falscher Mehltau an Salat. „Die CFBA ist eine zerstörungsfreie und berührungslose Methode. Mit ihr ist eine Infektion bereits nach vier bis acht Tagen nachweisbar“, berichtet Dr. Elke Bauriegel vom Leibniz-Institut für Agrartechnik. In der Analyse wird die Photosyntheseaktivität der Salatblätter ausgewertet und frühzeitig die Schädigung des Photosyntheseapparates erkannt.

 

Optimierung der Bildanalysemethode an resistenten Sorten

Bei der Erprobung und Optimierung der Bildanalysemethode wurden Kopfsalat- und Batavialinien bzw. -sorten einbezogen, die sich in ihren Resistenzen gegenüber dem Falschem Mehltau unterscheiden. Mit der klassischen visuellen Auswertung, bei der die Sporenbildung des Pilzes auf Keimblättern oder ausgestanzten Blattscheiben untersucht wird, ist der Befall erst nach 7 bis 14 Tagen nachzuweisen.

Zukunft der Bildanalyse mit fahrbaren Geräten

„Unser Ziel ist eine automatisierte Methode mit einem fahrbaren Gerätesystem, mit dem in kürzerer Zeit eine größere Pflanzenzahl untersucht werden kann“, blickt ATB-Kooperationspartner Dr. Werner B. Herppich in die Zukunft. (ts)