TASPO GartenMarkt

Biogene Festbrennstoffe: Förderung per Marktanreizprogramm

247000 Euro hat der Betrieb Klemmer aus Hamburg-Vierlanden für eine neue, mit verschiedenen Festbrennstoffen nutzbare Heizanlage mit einer Leistung von 999 Kilowatt investiert. Aus dem Klimaschutzprogramm "Bioenergie", das die Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt gemeinsam mit der Hamburger Innung Sanitär Heizung Klempner iniziiert hat, gab es Zuschüsse in Höhe von 90 Euro je Kilowattstunde Leistung, also 90000 Euro. Die Deutsche Kornkraft, die den Eurothermkessel bei Klemmer installiert hat, hat bundesweit einen Überblick zusammengestellt über die Fördermöglichkeiten (Marktanreizprogramme) im Bereich der energetischen Biomassenutzung, unterschieden nach Bundes-, Landes- und Kommunaler Förderung sowie privater Förderung durch Energieversorgungsunternehmen. Die Leistung von 999 Kilowatt wurde bewusst gewählt. Unter dem Grenzwert von 1000 Kilowatt erlaubt die Technische Anleitung (TA) Luft mit 75 ppm statt 50 ppm nämlich etwas höhere Staubanteile im Abgas. Die erhöhten Staubemissionen gehört zu den problematischeren Eigenschaften der biogenen Festbrennstoffe. Für die Anlage im Betrieb Klemmer reicht zur Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte nach der vierten Bundesimmissionsschutzverordnung (BImsch) noch ein Zyklonfilter aus, betont der Ingenieur, Meister und Feuerungstechniker Klaus Misselwitz von der Deutschen Kornkraft. Er ist für die Installationen zuständig. Innerhalb einer Woche war das entsprechende Programm für die Steuerung des Kessels auf den Computer in der Gärtnerei Klemmer aufgespielt. Theoretisch wäre mit der vorhandenen DDC/ LED-Regelung mit modernem Touchscreen auch die komplette Heizungsregelung für die Gewächshäuser zu managen, aber die läuft im Gartenbaubetrieb Klemmer noch separat. Erstmal will der Betriebsleiter sich vertraut machen mit der neuen Heizanlage, denn vieles ist eben anders als mit der alten Ölheizung. Die steht noch und ist weiter ständig in Betrieb. Ein vorhandener Ölvorrat von 20000 Liter würde in der Heizperiode im Notfall für etwa einen Monat reichen.