TASPO GartenMarkt

Biokraftwerk sucht interessierte Gärtner: BKS Schkölen wirbt in Ostthüringen

Rund um das Bio-Kraftwerk Schkölen (BKS) in Ostthüringen (nahe der A4 und der A9) sieht es derzeit aus, wie auf einer Landesgartenschau drei Monate vor der Eröffnung. Es herrscht Hektik. Bagger wühlen sich in die Tiefe, Kräne reichen Bauteile nach oben, ganze Berge von Material harren der Verarbeitung. Das sei aber normal, betonen BKS-Geschäftsführer Wolfgang Schumann und Dietmar Jander, Vorstand der Energietechnik AG (Tautenhain) in deren Bereich die Planung und Fertigstellung des Objektes liegen, welches ein Investitionsvolumen von etwa 14 Millionen Euro umfasst.

Ab dem IV. Quartal bietet das BKS Fernwärme zum Preis von 18 bis 22 Euro pro Megawattstunde (zuzüglich Mehrwertsteuer) an. Bereitgestellt werden können 25 000 Megawattstunden im Jahr und das bei einer Preisgarantie von zehn Jahren. Die Energie gewinnt der Betrieb aus Rundholz (Waldrestholz) und zum Teil aus Holzhackschnitzeln. Der Rohstoff kommt auf der Basis eines Zehn-Jahres-Vertrages mit dem sachsen-anhaltinischen Landesforstbetrieb aus dem Bereich Querfurt/Südharz. Das BKS verfügt über eine zum Teil überdachte Lagerfläche für den Rohstoff Holz von 1,5 Hektar. Das gewährleistet eine Reservehaltung von drei Monaten. Das Angebot an die Gärtner umfasst eine fast ebene Fläche von rund zehn Hektar, die unmittelbar an das BKS grenzt – kurze Wege. Es ist als Gewerbegebiet ausgewiesen, straßenmäßig erschlossen und verfügt über Stromanschluss. Wasser würde vom Wasser- und Abwasserzweckverband Wedauaue bereitgestellt. Das Eigentum an der Fläche liegt zum großen Teil in privater Hand, ein Teil ist im Besitz der Bodenverwertungs- und -verwaltungsgemeinschaft (BVVG). Von beiden Seiten besteht Verkaufsbereitschaft. Die Bodenpreise bewegen sich um fünf Euro pro Quadratmeter. Erste Bewerber um eine Ansiedlung gebe es bereits, sagen Schumann und Jander, man freue sich aber natürlich auf weitere Interessenten.