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Biologischer Pflanzenschutz: Aulacorthum solani an Kräutern

Bei der Kultur von Topfkräutern ist zurzeit häufig die Blattlausart Aulacorthum solani zu finden. Die Farbe dieser Blattlausart variiert von grün bis gelblich- orange. Sie sind etwa 1,8 bis drei Millimeter groß und haben dunkle Antennen, Beine und Hinterleibsröhrchen. Bei niedrigen Temperaturen sitzen sie nicht nur auf oberirdischen Pflanzenteilen, sondern sind auch an Wurzeln, unterirdischen Ausläufern und unter Töpfen zu finden. Dieses Verhalten erschwert die Bekämpfung von Aulacorthum solani erheblich. 

Befall mit der Blattlausart Aulacorthum solani. Foto: Marion Ruisinger

Deshalb sollten zuerst die oberirdisch sitzenden Blattläuse bekämpft werden. Bei steigenden Temperaturen ist dann darauf zu achten, wann die im Wurzelraum sitzenden Läuse nach oben wandern, um eine weitere Bekämpfungsmaßnahme durchzuführen.

Ist der Einsatz von Nützlingen geplant, sollte auf die Anwendung von Karate mit Zeon Technologie verzichtet werden, da dieses Präparat bis zu sechs Wochen nach der Anwendung schädlich für viele Nützlingsarten ist. Bei niedrigen Temperaturen ist der Einsatz von Spruzit Neu empfehlenswert. Für alle anderen zugelassenen Pflanzenschutzmittel gegen Blattläuse in frischen Kräutern ist eine kurzfristige Erhöhung der Temperatur auf etwa 15 Grad Celsius sinnvoll, um ihre Wirksamkeit zu gewährleisten.

Liegen die Temperaturen generell über 15 Grad Celsius, ist auch der Einsatz von Aphidius ervi gegen Aulacorthum solani möglich. Zusätzlich sollten Larven der Florfliege Chrysoperla carnea eingesetzt werden. Ist die Bestimmung der vorhandenen Blattläuse nicht sicher, sollte auf jeden Fall eine Kombination der Schlupfwespenarten Aphidius ervi und Aphidius matricariae oder Aphidius colemani erfolgen. (lwk)