Blumen und Pflanzen mit Einbußen im E-Commerce

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

Das E-Commerce-Segment DIY und Blumen musste in der ersten Hälfte des zweiten Quartals deutliche Einbußen hinnehmen. Foto: Daniela Sickinger

Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (behv) hat in einer Sondererhebung zur ersten Hälfte des zweiten Quartals die Entwicklungen des Online-Handels in Deutschland analysiert. Demnach müsse das Segment DIY und Blumen die größten Verluste hinnehmen.  

Normalisiertes Wachstum im E-Commerce

Gehörten die Online-Anbieter von Blumen und Pflanzen während der Pandemie noch zu den großen Gewinnern im Bereich E-Commerce, so musste dieses Segment laut einer neuen Analyse des bevh nun die größten Verluste hinnehmen. Generell normalisiere sich das Wachstum im E-Commerce aktuell wieder. Die Auswirkungen des Krieges, verunsicherte und zurückhaltende Verbraucher und steigende Preise sorgen vor allem dafür, dass die Umsatzsteigerungen im Onlinehandel wieder in normalere Bahnen zurückkehren. Die Umsätze für den gesamten E-Commerce mit Waren seien von Anfang April bis 16. Mai 2022 im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr demnach um 6,7 Prozent gesunken.

DIY und Blumen mit deutlichem Minus

Zwar konnten Waren des täglichen Bedarfs um 4,1 Prozent wachsen, sämtliche anderen Cluster mussten allerdings Rückläufe hinnehmen. Am stärksten davon betroffen sei demnach das Segment DIY und Blumen mit einem Umsatzrückgang von minus 15,2 Prozent. „Wir sehen derzeit zwei Effekte: eine Normalisierung der Umsätze gegenüber dem Hoch aus dem Vorjahr und einen Kriegs-Malus samt verunsicherter Verbraucher. Dass die Umsätze im gesamten Onlinehandel trotz Krise nur so schwach gesunken sind, zeigt die Resilienz der Branche in einem sehr angespannten wirtschaftlichen Umfeld“, erklärt Frank Düssler, Referent Presse und Öffentlichkeit beim bevh.

Umsatzplus im Vergleich zu vor Pandemie

Trotz der aktuellen Rückgänge bei den Umsätzen bleibe der langfristige Wachstumstrend im E-Commerce aber laut bevh konstant. Beim Vergleich mit den Erhebungen des gleichen Zeitraums im Jahr 2019, als vor der Pandemie, schlägt ein Umsatzplus von 29,7 Prozent zu Buche. Auch die Stimmung der Verbraucher belege diese Entwicklung, denn rund zwei Drittel (68,2 Prozent) der Online-Shopper aller Altersgruppen empfindet das Online-Shopping als ein Stück mehr Lebensqualität.