TASPO GartenMarkt

Bosch Gartengeräte-Absatz: „starke Verkaufsdynamik“

Henning von Boxberg spricht von „turbulenter Gartensaison 2013“. Der für die Gartengeräte von Bosch Power Tools zuständige Bereichsvorstands-Vorsitzende äußerte sich bei der Gartengeräte-Pressekonferenz des Stuttgarter Unternehmens am 20. August zufrieden über den diesjährigen Absatz von Bosch-Gartengeräten, wobei die erfolgreiche Markteinführung des Anfang 2013 introduzierten Robotermähers Indego ihre Spuren hinterlässt.

Mit oder ohne Kabel – beide Versionen sind beim Rotak-Rasenmäher möglich. Aufgenommen bei der Bosch-Pressekonferenz. Foto: Edwin Hanselmann

Auch Bernd Müller, bei Bosch Power Tools zuständig für Verkäufe in Deutschland, Österreich und Schweiz, bewertete den diesjährigen Absatz von Bosch-Gartengeräten positiv. Mit Frost bis in den April hinein habe die Gartensaison 2013 in Zentraleuropa zwar schwach begonnen. Mit zunehmenden Temperaturen wäre ab Mai aber eine „hohe Verkaufsdynamik“ zu verzeichnen gewesen. Daher sei 2013 in den deutschsprachigen Ländern aus Sicht von Bosch noch ein „sehr akzeptables Gartenjahr“ mit guter Nachfrage nach elektrischen Gartengeräten geworden.

Der Robotermäher Indego habe „eingeschlagen wie eine Bombe“. Bis zum Zeitpunkt der Veranstaltung am 20. August waren etwa 6.000 Stück an den Handel verkauft. Es ist der erste Robotermäher von Bosch auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie, verbunden mit einem Navigationssystem für geordnetes Mähen in Bahnen. Mit 1.499 Euro (Endverkaufspreis) liegt dieser kleine „Roboter“ in einer anderen Preisklasse als die üblichen elektrischen Rasenmäher für den Heimbedarf.

Laut von Boxberg ist der Indego der „beliebteste Robotermäher in Baumärkten“. Schon vier Monate nach seiner Einführung habe Bosch erreicht, dass „fast jeder zweite in Baumärkten verkaufte Robotermäher ein Indego ist“.

Den Gesamtumsatz des Bosch-Bereiches Gartengeräte im Geschäftsjahr 2012 bezifferte von Boxberg auf 251 Millionen Euro. Dies entspricht einer Zunahme um fünf Prozent gegenüber 2011. Das Stuttgarter Unternehmen konnte damit seinen Anteil am Markt für elektrische Gartengeräte (einschließlich den batteriebetriebenen Geräten) weiter steigern, denn der europäische Markt für diese Produktgruppe ist insgesamt nur um zwei Prozent auf 900 Millionen Euro gewachsen. Der Marktanteil von Bosch Power Tools erreichte 30 Prozent bei elektrischen Rasenmähern und 48 Prozent bei elektrischen Heckenscheren.

Bei der Gartengeräte-Produktentwicklung von Bosch Power Tools stehen seit mehreren Jahren die Lithium-Ionen-Akkus (Li-Akkus) im Vordergrund. Bosch gab diesem Akku-Markt kräftige Wachstumsimpulse, betonte von Boxberg. Dies beschränke sich nicht auf Rasenmäher, sondern umfasse unter anderem auch Heckenscheren, Strauchscheren und Gartensägen.

Im Jahr 2012 verkaufte Bosch rund eine Million Akkugeräte für den Garten. Die mit Lithium-Ionen-Akkus ausgestatteten Geräte machten knapp ein Drittel des Gartengeräte-/Gartenwerkzeuge-Umsatzes von Bosch aus. Slogans wie „Kein Kabelwirrwarr“ und „Keine Gefahr, das Kabel versehentlich zu durchtrennen“ überzeugten viele Gartengerätekäufer, auch wenn die Geräte mit Li-Akkus meist teurer als die Geräte mit Kabel sind. Dies wiederum trug maßgeblich zum steigenden Durchschnittspreis für Gartengeräte bei.

Von Boxberg und Müller betonten auch das hohe „Innovationstempo“: In den letzten fünf Jahren habe Bosch Power Tools auf dem Gebiet der elektrischen Gartengeräte und -werkzeuge mehr als 100 neue Produkte introduziert.

„Gartenarbeit ist oft ermüdend!“ – „Gartengeräte sind oft schwierig zu handhaben!“ – „Auf- und Abbau oft umständlich!“ – „Das Kabel stört mich!“ Solche Aussagen von Gartenbesitzern spielten nach Angabe von Andreas Andorfer, Leiter des Produktbereichs Gartenwerkzeuge, bei der Neu- und Weiterentwicklung der Gartengeräte im Hause Bosch eine wichtige Rolle. Viele Entwicklungen aus den letzten Jahren sowie für das Jahr 2014 seien darauf ausgerichtet, dem Wunsch nach „müheloserer Gartenarbeit“ nachzukommen.

Anlässlich der Pressekonferenz präsentierten Bosch und das Tochterunternehmen Skil mehr als ein Dutzend Gartengeräte-Neuheiten für die Gartensaison 2014.

Informationen hierzu finden Sie im GartenMarkt der aktuellen TASPO Ausgabe 38/2013. (eh)