TASPO GartenMarkt

Bosch steigt in das Profi-Segment für Gartengeräte ein

50 Prozent leiser als herkömmliche Benzinmäher: Mit diesem Vergleich stellte Henning von Boxberg, Vorsitzender des Bereichsvorstandes im Geschäftsbereich Power Tools von Bosch, die beiden neuen Rasenmähertypen GRA 48 Professional und GRA 53 Professional vor. Mit ihnen und zwei Freischneidern vollzieht Bosch den Spagat vom Hobbygärtnermarkt zu Gartengeräten für professionelle Anwender. 

In den Startlöchern für professionellen Einsatz: So wurde der neue Akku-betriebene GRA-Rasenmähertyp bei Bosch in Stuttgart präsentiert. Foto: Edwin Hanselmann

Im Jahr darauf sollen fünf weitere Akku-betriebene Geräte für den Profieinsatz folgen. Von Boxberg: „Wir steigen in das Profi-Segment für Gartengeräte ein!“

Bosch hatte während der vergangenen zehn Jahre im Bereich Gartenpflege die Lithium-Ionen-Akkutechnologie stark nach vorne gebracht. Sie hat bei Geräten im Haus- und Hobbygärtnermarkt hohen Anteil, spielt bisher bei Geräten für Garten- und Landschaftsbau sowie vergleichbare professionelle Anwender aber keine Rolle. Für sie gibt es von Bosch ab nächstem Jahr aber zwei Rasenmäher- und Freischneidertypen, die mit Lithium-Ionen-Akkus ausgestattet sind. Dies war das Hauptthema bei der Bosch-Fachpressekonferenz Gartenwerkzeuge 2014 am 26. August in Stuttgart.

Gehör und Nerven schonen
Seit jeher dominieren im professionellen Einsatz die mit Benzin oder entsprechenden Gemischen betriebenen Geräte. Hohe Geräteleistung, lange Laufzeit sowie Robustheit und Wetterbeständigkeit – hierbei vor allem unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit – spielen bei den Geräten für Landschaftsgärtner eine maßgebliche Rolle. Entsprechende Bedingungen werden von benzinbetriebenen Geräten erfüllt.

Die nun von Bosch vorgestellten neuen Akku-Profirasenmäher sind nach Angabe von Boxbergs bei den genannten Kriterien mit den Benzinern vergleichbar, verursachen andererseits jedoch deutlich weniger Lärm und Abgase. „Sie schonen“, so sein Hinweis, „Gehör und Nerven von Anwendern, Anwohnern und Passanten.“ Damit wären diese Akku-Geräte eine Alternative zu benzinbetriebenen Profi-Geräten.

Zu den bei der Pressekonferenz angesprochenen Aspekten zählte auch, dass die viel leiseren Akku-Geräte gerade in jenen Bereichen besonders interessant sind, wo Lärm sehr verpönt ist. Dies betrifft unter anderem Friedhöfe und die Grünanlagen rund um Krankenhäuser.

Aus Sicht der Arbeitswirtschaft sei außerdem sehr wichtig, dass die mit Lithium-Ionen-Akkus betriebenen Geräte ruhiger laufen und damit weniger vibrieren. Gleiche Aspekte gelten für die beiden Akku-Freischneider. (eh)

In der TASPO 37/14 werfen wir außerdem einen Blick auf die Motorentechnologie, Wetterfestigkeit und Betriebskosten der vier neuen Profi-Geräte von Bosch