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Bosch will führende Marktposition bei Elektro-Gartengeräten weiter ausbauen

Nach zweijährigem Minustrend wurden 2011 im europäischen Markt für Elektro-Gartengeräte wieder Pluszahlen geschrieben. War das Marktvolumen in diesem Sektor 2009 noch um neun Prozent und 2010 um zwei Prozent zurückgegangen, so stieg es im Jahr 2011 um fünf Prozent. Henning von Boxberg, Vorstandsmitglied des Geschäftsbereichs Power Tools der Bosch GmbH, erwähnte diesen „Umschwung“ bei der Gartenwerkzeuge-Pressekonferenz des Unternehmens in Stuttgart. 

Henning von Boxberg. Foto: Edwin Hanselmann

Ihren Umsatz im Bereich Gartenwerkzeuge (einschließlich Rasenmäher) steigerte Bosch im Jahr 2011 um sieben Prozent auf 239 Millionen Euro. Die mit Akku betriebenen Geräte machten 31 Prozent dieses Wertes aus (mit steigender Tendenz). Etwas mehr als zwei Drittel des Umsatzes resultiert somit noch aus netzabhängigen Geräten. Am Gesamtmarkt für Elektro-Gartenwerkzeuge hatten die Akku-betriebenen Geräte rund 20 Prozent Anteil.

Bei den Akku-Geräten dominiert mittlerweile die in den letzten Jahren aufgekommene und gerade von Bosch stark forcierte Lithium-Ionen-Technologie. Das vor mehr als 125 Jahren von Robert Bosch gegründete Unternehmen hatte im Jahr 2007 das Lithium-Ionen-Verfahren im Gartensegment eingeführt und hat bei den Geräten mit Lithium-Ionen-Akkus in diesem Bereich einen Marktanteil von 43 Prozent.

Das Angebot Akku-betriebener Gartengeräte werde weiter ausgebaut. Beispielsweise hätten die Akku-Heckenscheren maßgeblich zur marktführenden Rolle des schwäbischen Unternehmens beigetragen. „Kein Kabelwirrwarr“, „kabellose Freiheit“, „keine Gefahr, das Kabel versehentlich zu durchschneiden!“ Solche Erkenntnisse – so wurde angemerkt – lasse eine zunehmende Zahl an Hobbygärtnern vom netzbetriebenen zum Akku-Gartengerät wechseln.

Den Marktanteil der Firma Bosch im gesamten Bereich der Elektro-Gartengeräte bezifferte Von Boxberg fürs Jahr 2011 auf 25 Prozent. Damit konnte das Unternehmen seinen Marktanteil genau wie in den Vorjahren erneut um ein Prozent erhöhen. 2007 beispielsweise hatte das Unternehmen einen Marktanteil von 20 Prozent. „Sieben der zehn bestverkauften Elektro-Gartengeräte sind von Bosch“, hieß es bei der Pressekonferenz mit Blick auf Elektro-Gartengeräte in Baumärkten. Nummer 1 hierbei sei der Rotak 34-Rasenmäher, während der Rotak 32 und der Rotak 40 den dritten und vierten Platz belegen. Zu den meistverkauften Elektro-Gartengeräten zählen auch die Strauchschere Isio (Platz 5), der Rasenmäher Rotak 320 (Platz 6), die Heckenschere AHS 45–16 (Platz 8) und der Häcksler AXT 25 TC (Platz 9).

81 Prozent des Umsatzes mit Gartenwerkzeugen aus dem Hause Bosch basieren auf Verkäufen in Westeuropa, elf Prozent aus dem Absatz in Osteuropa. In seinen Ausführungen über den Absatz von Elektro-Gartengeräten in Deutschland, Österreich und der Schweiz erwähnte der zuständige Verkaufsleiter Bernd Müller, dass Bosch im Jahr 2011 hier eine Umsatzsteigerung um drei Prozent realisierte. Dies, obwohl der Markt für Elektro-Gartengeräte in den drei Ländern um drei Prozent geschrumpft sei. Vor allem wegen den vielen Innovationen habe man die Marktführerschaft weiter ausbauen können.

Nicht nur bei den Elektro-Rasenmähern als dem größten Marktsegment sei Bosch in den Baumärkten in Mitteleuropa die Nummer 1, sondern ebenso bei den Heckenscheren, Strauchscheren und Häckslern. Besonders hoch ist der Marktanteil von Bosch in Deutschland/Österreich/Schweiz bei den Akku-betriebenen Rasenmähern (Stand 2011 = 66 Prozent). Gegenüber dem Jahr 2010 entspricht dies einer Erhöhung des Marktanteils um fünf Prozent.

Für 2012 rechnet Müller mit einem deutlichen Plus beim Umsatz mit Elektro-Gartengeräten in Deutschland/Österreich/Schweiz: „2012 wird ein sehr gutes Gartenjahr!“ Diese Einschätzung basiert darauf, dass der Markt für Elektro-Gartenwerkzeuge im ersten Halbjahr 2012 hier um acht Prozent auf 164 Millionen Euro zugelegt hat. Mengenmäßig waren es 1,38 Millionen Stück, was einer Zunahme um zwei Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 bedeutet. (eh)