TASPO GartenMarkt

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt startet Initiative „Bienen füttern“

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat die Initiative „Bienen füttern“ gestartet. „Wir brauchen mehr bienenfreundliche Pflanzen in unseren Gärten und auf den Balkonen“, sagte Schmidt bei der Präsentation am 15. April in Meckenheim bei Bonn. Die Initiative will die Bevölkerung für die Bedeutung der Bienen sensibilisieren und mehr bienenfreundliche Blühpflanzen auf Balkone, Terrassen und in die Gärten bringen. 

Bundesminister Christian Schmidt (3. v. r.) präsentierte in Meckenheim die neue Initiative „Bienen füttern“. Foto: Katharina Adams

„Bienen sind nicht nur wichtig für die Honigproduktion, sondern auch für Ernteerträge und Artenvielfalt. Wir unterstützen als Ministerium die Imkerei in Deutschland, setzen uns für einen bienenfreundlicheren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ein und fördern Forschungsprojekte. Mit der Initiative ‚Bienen füttern‘ machen wir es Verbrauchern jetzt einfacher, bienenfreundliche Pflanzen im Geschäft zu erkennen“, sagte Bundesminister Schmidt in Meckenheim.

Die Initiative bringt verschiedene Partner zusammen, die für mehr Bienenschutz in Deutschland sorgen. Der Handel wird vertreten vom Verband Deutscher Garten-Center (VDG), außerdem sind die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 (DGG) und der Deutsche Imkerbund beteiligt. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom LAVES – Institut für Bienenkunde Celle sowie Experten des Bundeslandwirtschaftsministeriums.

„Gerade bei jungen Menschen erleben wir, dass blühende Balkone, Gärten oder Flächen mitten in der Großstadt wieder stark im Kommen sind. Unsere Aktion will alle dazu ermuntern, selbst einen Beitrag zu leisten, um Bienen ein vielfältiges Blütenbuffet zu bereiten. Wir wollen unser Angebot bienenfreundlicher Pflanzen deutlich erweitern. Das ist aktiver Bienenschutz – ob in der Großstadt oder auf dem Land“, erklärte Peter Botz, Geschäftsführer des VDG.

Der VDG hat eine Liste mit geeigneten Bienenpflanzen mit erarbeitet. Ausgesucht wurden bewusst einfache Pflanzen, die beispielsweise in den rund 180 Gartencentern des VDG oder über dessen Online-Shop olerum.de erhältlich sind. Die Liste mit vorerst 130 Pflanzen soll noch erweitert werden.

Darüber hinaus präsentierte Schmidt in Meckenheim die vollständig überarbeitete Bienen-App, mit der das BMEL auf das Bienensterben aufmerksam machen will. „Bienenschutz geht uns alle gemeinsam etwas an, und ich hoffe, dass die Bienen-App ein neuer Download-Hit werden wird“, sagte Schmidt. Die App beinhaltet ein Lexikon mit bienenfreundlichen Pflanzen sowie Pflegetipps und klärt über Bienen, Hummeln und Co. auf. Nutzer können ihr Wissen mit einem Quiz testen oder über die Fotofunktion „Bee my friend“ Grüße verschicken und neue Bienenfreunde gewinnen. 

Die aktuelle Bienen-App des BMEL ist kostenfrei in den einschlägigen App-Stores erhältlich (neue Version für Apple iOS ab sofort, ab Anfang Mai für Android-Smartphones). Außerdem können Sie sich das in der App enthaltene Pflanzenlexikon des BMEL „Bienenfreundliche Pflanzen für Balkon und Garten“ auch hier als PDF downloaden. (ts/bmel)