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Bundesrat macht sich für Bienenschutz stark

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Der Bundesrat will dem dramatischen Rückgang von Bienen und sonstigen Bestäubern einen Riegel vorschieben. Sein Vorschlag: Auf ökologischen Vorrangflächen sollen verstärkt pollen- und nektarliefernde Blühpflanzen ausgesät werden.

Bestäubenden Insekten wie etwa Hummeln will der Bundesrat mehr Nahrung bieten. Foto: Pixabay

Nahrungsangebot für bestäubende Insekten verbessern

Mit dem heute gefassten Beschluss will der Bundesrat dafür sorgen, dass bestäubende Insekten auf brachliegenden landwirtschaftlichen Flächen künftig mehr Nahrung vorfinden. Anlass für diese Initiative gaben aktuelle Studien, laut denen sich die Zahl der Insekten im Zeitraum von 1989 bis 2015 um 75 Prozent reduziert hat.

Um das Bienen- und Insektensterben zu stoppen, will der Bundesrat die Aussaat von pollen- und nektarreichen Blühmischungen für Landwirte künftig attraktiver machen. Dazu hat er die Bundesregierung gebeten, „bei der Umsetzung künftiger europarechtlicher Vorgaben eine besondere Variante der ökologischen Vorrangfläche mit Blühpflanzen anzubieten, die beim sogenannten Greening finanziell besser gefördert wird als selbstbegrünte Brachen.“

Insektenschutz und Bodenbrüterschutz kein Widerspruch

Gleichzeitig hat der Bundesrat unterstrichen, dass der Schutz von Insekten nicht im Widerspruch zum Schutz von Bodenbrütern in der Schonzeit bis zum 15. Mai eines jeden Jahres stehen muss. Vielmehr könnten die durch die Aussaat von pollen- und nektarreichen Blühpflanzen auch nach dem 1. April vermehrt angelockten Insekten Bodenbrütern als Nahrung dienen. Zudem könnte die Blühpflanzen-Aussaat in der Schonzeit Spätfrostschäden verhindern.

Die Zustimmung des Bundesrats erhielt in der heutigen Sitzung darüber hinaus eine Regierungsverordnung, durch die neue europäische Regelungen – etwa zur Aussaat von stickstoffbindenden Pflanzen auf ökologischen Vorrangflächen – in innerdeutsches Recht umsetzt.