TASPO GartenMarkt

CC-Container: Erste gefälschte RFID-Schlösser aufgetaucht

Bereits am 24. Februar wurden einige Warenflüsse mit gefälschten Schlössern an CC-Containern entdeckt. Die gefälschten Schlösser waren optisch identisch mit den „Operation Chip It“- Schlössern. Es handelte sich um rote Plastikschlösser ohne RFID-Tag, die sofort während des Scanprozesses bei FloraHolland und Landgard entlarvt wurden, so die Container Centralen.

Kürzlich aufgetauchte gefälschte RFID-Schlösser sind optisch nur schwer von Originalen zu unterscheiden. Im Scanvorgang wurden die Fälschungen aber schnell entlarvt. Foto: CC

Die Einführung von RFID am CC-Container sei sehr gut, mit bisher nur sehr geringen betrieblichen Problemen gestartet. Die Bemühungen, die Qualität und die Verwaltung des Pools zu verbessern, würden nun weitgehend vom Gartenbau unterstützt. Seit dem 10. Januar 2011 habe sich der Pool bereits um mehr als 200.000 Container vergrößert.

Neben den Projektpartnern FloraHolland, Landgard, der GASA Group, VGB und Container Centralen akzeptieren laut CC immer mehr Unternehmen in allen Bereichen des Gartenbaus nur noch CC-Container mit dem CC-RFID-Schloss.

„Unglücklicherweise, aber nicht unerwartet, gibt es einige in der Gartenbaubranche, die versuchen, das System auf Kosten tausender rechtmäßiger Nutzer zu missbrauchen“, sagt Tonny Vangsgaard Gravesen, CEO von Container Centralen.

„Doch die aktuellen Vorkommnisse zeigen auch, dass das Kontrollsystem basierend auf dem RFID-Scanprozess funktioniert. Die eingelieferten Container wurden sofort als Fälschungen erkannt und eine Nachforschung zurück in die Lieferkette wurde eingeleitet.“ Die Ermittlungen hätten ergeben, dass diese gefälschten Schlösser von einer einzelnen Produktionsstätte stammten.

Der Containerfluss habe mit der Unterstützung rechtmäßiger CC-Container-Nutzer zurückverfolgt werden können. Es würden rechtliche Schritte gegen Personen eingeleitet, die am Missbrauch des Systems durch die Einschleusung gefälschter Schlösser teilnehmen, so die CC. Geräte seien beschlagnahmt und der Vorfall der Polizei gemeldet worden.

„Zwar gibt es bei genauer Betrachtung eine Handvoll optischer Hinweise, dass es sich um Fälschungen handelt, doch durch ihre Ähnlichkeit fallen diese bei gewöhnlichen Abläufen nicht auf. Das Scannen ist die einzige sichere Möglichkeit, diese Fälschungen zu erkennen.

Die zentrale Funktion von Container Centralen ist, ein gut funktionierendes Pool System sicherzustellen. Jeder einzelne rechtmäßige Nutzer kann seinen Teil zu einem solchen Poolsystem beitragen. Wir möchten nachdrücklich empfehlen, die Container beim Eingang zu scannen“, endet Gravesen.

Gravesen bittet jeden, wachsam zu sein und verdächtige Warenflüsse oder Vorkommnisse dem nächsten CC-Büro oder einem Projektpartner zu melden: FloraHolland, die GASA Group, Landgard oder VGB. Aufmerksame Nutzer seien ein Schlüssel, verdächtige Bewegungen aufzuspüren und dem Missbrauch des Systems entgegenzuwirken.

Die Hochsaison rücke immer näher und die Nachfrage und die Mengen an Containern, welche sich zwischen Herstellern und Auktionen/Händlern und Einzelhändlern bewegen, würden in den nächsten Wochen wesentlich ansteigen.

Um unnötige und kostenintensive Unterbrechungen im Warenfluss zu vermeiden, will die CC alle CC-Container-Nutzer darin bestärken sicherzustellen, dass sie ihre Container von zuverlässigen Quellen beziehen, zum Beispiel von einem der Projektpartner oder einem CC-Depot.

Wie bereits bekannt, bot CC bis zum 11. März 2011 allen CC-Container-Nutzern die Möglichkeit, zusätzliche Container ohne Kennzeichen zu einer reduzierten Lizenzpauschale von zehn Euro pro Container in das Pool System einzubringen, damit eine ausreichende Anzahl an CC-Containern für das Geschäft zur Verfügung stehen.