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CC-Verleih: Neue Preise im Pool

Pünktlich zum Jahresbeginn informiert Container Centralen A/S (CC) über Preisänderungen für das Mieten von CC-Containern. Demzufolge sinkt die Pool Fee (Reparatur- und Wartungspauschale) wie bereits angekündigt ab 1. Januar um 0,50 Euro pro CC-Container. Die Mietpreise wurden laut Günter Gerland (Container Centralen, Hamburg) wie jedes Jahr überprüft und der allgemeinen Kostensteigerung angepasst. Von der Erhöhung der Kosten seien ausschließlich die Mietpreise, nicht jedoch die Pool Fee betroffen, unterstreicht Gerland. 

2011 führte Container Centralen die „Operation Chip It“ durch, bei der europaweit alle CC-Container RFID-Chips erhielten. Ziel war und ist es, die Gesamtqualität des Containerpools zu verbessern und gleichzeitig die gemeinsame Brancheninvestition von rund 300 Millionen Euro zu schützen, indem der CC-Pool für Trittbrettfahrer und Containernachbauten in minderwertiger Qualität geschlossen wird.
Die Aktion bezeichnet Gerland als sehr erfolgreich, da die neue Technologie nun auch ermögliche, gefälschte oder sogenannte DC-Container-Böden zu identifizieren und nur noch original CC-Container-Böden zur Reparatur und Wartung sowie zum sonstigen CC-Service zuzulassen. Zudem hätten viele Nutzer begonnen, die RFID-Technologie zur Verbesserung ihrer eigenen Logistik zu nutzen.

Dennoch ist es noch nicht gelungen, das Einschleusen falscher CC-Bretter in den Pool vollständig auszuschließen. Über diesen wunden Punkt des Systems informierte CC noch Ende vergangenen Jahres. Die steigende Zahl unechter Bretter lasse die Reparaturkosten stark anwachsen, was zu einer Gefährdung der aktuellen Preisgestaltung führen könne. Um der Problemstellung Herr zu werden, hat CC die Thematik im Rahmen einer seit Oktober 2011 bestehenden internationalen Projektgruppe zur Priorität erklärt (siehe TASPO 46/11). Die Gruppe, die den 22.000 Kunden und Mitinhabern des CC-Pools größeres Mitspracherecht bei künftigen Entwicklungen einräumen soll, sieht die Schwerpunkte der weiteren Vorgehensweise in der sicheren Schließung des Pools sowie darin, kurzfristig eine Lösung zur Kostendeckung im Bereich Reparatur zu finden. Zielsetzung der Gruppe sei es, bis zum 18. Januar eine „road map“ zu erarbeiten, die auch anschließend kommuniziert werde, so Gerland.

Dessen ungeachtet gab FloraHolland zu Jahresbeginn eine geänderte Tarifstruktur für CC-Container bekannt. Dies erfolgte, wie verlautbart, in Übereinstimmung mit dem Beirat (Klankbordgroep) für Pflanzen und der VGB (dem niederländischen Branchenverband von Blumengroßhändlern). Begründet wird sie mit dem anhaltenden Kostenüberhang im bisherigen Verleihsystem. Neu ist eine Gebühr für Lager und Depothandling. In Rechnung stellt FloraHolland ab 2. Januar 2012 ebenfalls das Umbuchen per Fax oder online sowie den „Dienst Logistische Mittel Online“, für den nun eine Abo-Gebühr anfällt. Der Tagesverleih von Wagen und Böden wird im Gegenzug um ein Drittel gesenkt. Das Unternehmen informiert weiterhin, dass in Spitzenzeiten (von Woche 11 bis Woche 23) keine Kosten für Handling, Umbuchung und Lagerung anfallen. Diese Regelung werde für das Jahr 2013 erneut überprüft.

Auf Anfrage erklärte Torsten Brandt, Bereichsleiter Marketing/Kommunikation bei Landgard, dass die Tarifänderungen der FloraHolland keine Auswirkungen auf Landgard-Kunden haben, insofern sie sich ausschließlich in der Landgard-Bestandsführung bewegen. Für Kunden und Lieferanten der Veiling Rhein-Maas gelten die neuen Gebühren Brandt zufolge nur dann, wenn die Bestandsführung über FloraHolland läuft. Für alle anderen Beziehungen zur FloraHolland, bei denen auch über FloraHolland gebucht wird (inklusive Tradepark Bremen und Boskoop), fallen diese neuen Gebühren an. (ks)