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Dehner: Warnstreiks in acht regionalen Märkten

Am Gründonnerstag (28. März) wurden acht regionale Dehner-Märkte von insgesamt 110 Gartencentern in Deutschland bestreikt. Hintergrund sind die seit fast vier Jahren andauernden Kämpfe der Dehner-Beschäftigten für ihre Existenzsicherung durch Tarifbindung im Einzelhandel. 

Betroffen waren Filialen in Augsburg, Königsbrunn, Neu-Ulm, Senden, Memmingen, Kaufbeuren, Kempten und München. Wie die Gewerkschaft ver.di mitteilt, wurde für den Streik bewusst das laufende Saisongeschäft vor Ostern gewählt, da hier die Schere zwischen außergewöhnlichen Arbeitsbelastungen und Anerkennung für die Betroffenen am deutlichsten auseinandergehe.

„Verschärft wird die Situation der Betroffenen durch die Kündigung der Manteltarifverträge durch die Arbeitgeberverbände im Einzelhandel, da die rechtssichere Nachwirkung aller wesentlichen Rahmenregelungen, wie sie im Manteltarifvertrag geregelt sind, zum 30. April ausläuft“, erklärt Victoria Sklomeit, Streikleiterin in München.

Wie Dehner in einer Pressemitteilung anlässlich des Streiks betonte, habe die Geschäftsleitung bereits Anfang Februar 2013 den Beschäftigten zugesichert, dass die Kündigungen dieser Tarifverträge keinerlei Auswirkungen auf die Beschäftigten hätten. Vielmehr habe das Unternehmen der Belegschaft schon am 16. Juni 2011 verbindlich zugesagt, dass die Ansprüche aus dem derzeit geltenden Manteltarifvertrag ungeachtet einer etwaigen Kündigung durch eine der Tarifvertragsparteien bis mindestens 31. Dezember 2014 unverändert weiter gewährt werden. Dehner liege zudem mit der aktuellen Bezahlung seiner Beschäftigten über dem Lohn- und Gehaltsniveau der Tarifverträge im deutschen Einzelhandel.

„Die Gewerkschaft geht mit ihrer Forderung Bezahlung nach Tarif an der Realität vorbei“, so Peter Kreil, Geschäftsbereichsleiter Personal und Mitglied der Dehner-Geschäftsleitung. „Ver.di hat keinen Stand bei unseren Beschäftigten, dies zeigt auch die geringe Streikbeteiligung.“ So seien von den 350 Beschäftigten in den acht bestreikten Gartencentern lediglich 70 dem Aufruf von ver.di gefolgt. „Damit sind gerade mal 1,4 Prozent der insgesamt 5.000 Dehner-Beschäftigten in den Ausstand getreten“, so Kreil. (ts)