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Deutlich weniger Stauden durch eisiges Winterwetter

Pflanzenausfälle durch eisiges Winterwetter. Die Angebotsverknappung im Frühjahr und Sommer trifft auch Handel und Dienstleister, meint der BdS Bonn. Bundesweit melden Staudenbetriebe Pflanzenausfälle von 20 bis 30 Prozent, in einzelnen Regionen mitunter sogar 40 Prozent, informiert der Bund deutscher Staudengärtner (BdS). 

Noch Mitte Januar hatten diese Salvia officinalis 'Crispa' beste Verkaufsqualtität. Jetzt beklagen die Experten wetterbedingte Produktionsausfälle in ganz Deutschland. Foto: BdS

Vereinzelt haben ganze Pflanzenpartien, Arten und Sorten, manchmal sogar Gattungen, den Winter nicht überstanden. Vor allem an den Rändern der Bestände und Flächen seien die Schäden zu sehen und schränkten die Verfügbarkeit mancher Artikel ein. Als Grund werden die Kahlfröste genannt. Im relativ milden Januar trieben einige Stauden schon etwas aus. Die eisige und sehr lang anhaltende Kälte im Februar überstanden diese dann nicht.

Diese Größenordnung der Ausfälle wird sich dem BdS zufolge auf die Betriebsergebnisse der Staudengärtner stark auswirken. Zudem werde auch eine Angebotsverknappung im Frühjahr und Sommer Handel und Dienstleister treffen. Der interne Pflanzentausch innerhalb der Staudengärtner zur Vervollständigung der Sortimente könne die regionalen Ausfälle nicht ausreichend ausgleichen, da aus allen Bundesländern ähnliche Probleme gemeldet werden. Insbesondere bei Lieferungen für den Garten- und Landschaftsbau werden die Staudengärtner für manches Bauvorhaben alternative Arten und Sorten vorschlagen müssen, heißt es weiter.

Der BdS weist darauf hin, dass die Gartenmärkte auf die „Blühlisten“ der Staudengärtner zurückgreifen und trotz einzelner Sortimentslücken durchgängig attraktive Ware anbieten können. (zvg/bds)