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Deutscher Baumarkthandel: lebendes Grün mit Einbußen

Die Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland können sich mit dem Verlauf des bisherigen Geschäftsjahres 2014 zufrieden zeigen. Zum Ende des dritten Quartals 2014 musste die Branche mit einem Gesamtbruttoumsatz von 13,53 Milliarden Euro zwar ein Umsatzminus von 5,8 Prozent im Vergleich zu 2013 verzeichnen. Die rückläufige Entwicklung ist dabei aber entscheidend dem Marktaustritt der Praktiker-Max Bahr-Gruppe geschuldet.

Bei Lebendem Grün gingen die Umsätze um 16,1 Prozent zurück. Foto: Fotolia

Auf bereinigter Verkaufsfläche konnte die Branche ein Umsatzplus von 6,4 Prozent erzielen. Auch der Vorjahresvergleich der Gesamtentwicklung der Unternehmen ohne die Praktiker-Gruppe zeigte ein Umsatzplus von 9,8 Prozent. Diese aktuellen Marktzahlen gab der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) am 25. November 2014 basierend auf dem Total Store Reporting der GfK (Nürnberg) bekannt.

Umsatzstärkste Monate
April (1,85 Milliarden Euro), Mai (1,78 Milliarden Euro) und März (1,76 Milliarden Euro) waren die umsatzstärksten der ersten neun Monate 2014. Betrachtet man die Sortimentsentwicklungen 2014 im Vorjahresvergleich, zeigten sich in den ersten neun Monaten Verluste im Gesamtmarkt insbesondere bei den Pflanzen:

Die Umsätze in der Warengruppe Lebendes Grün gingen um 16,1 Prozent zurück. Zuwächse konnten bei Automotive (3,3 Prozent) sowie bei den Gartenmöbeln (0,6 Prozent) und der Gartenausstattung (0,2 Prozent) erzielt werden.

Umsatzplus auf bereinigter Verkaufsfläche
Ein anderes Bild zeigt sich auf bereinigter Verkaufsfläche, hier erzielte die Branche ein Umsatzplus von 6,4 Prozent. Die stärksten Zuwächse verzeichneten Automotive (22,2 Prozent), Freizeit und Saisonware (12,5 Prozent) und die Gartensortimente – auch hier mit Ausnahme von Lebendem Grün: So konnten die Warengruppen Gartenchemie/Erden/Saatgut (16,4 Prozent), Gartengeräte/Be- und Entwässerungsanlagen (12,3 Prozent) und Gartenausstattung (12,0 Prozent) jeweils zweistellige Zuwachsraten verzeichnen, wohingegen Lebendes Grün auch bei bereinigter Betrachtung Einbußen von 1,7 Prozent hinnehmen musste.

Entscheidenden Anteil am Ergebnis nach neun Monaten hat das dritte Quartal 2014, in dem die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte mit einem Gesamtbruttoumsatz von 4,34 Milliarden Euro um 9,9 Prozent hinter dem Branchenumsatz des Vorjahres zurückblieben, auf bereinigter Fläche um 3,2 Prozent – dies wesentlich beeinflusst von der jahreszeitlich untypischen Wetterlage in den Sommermonaten.

Sortimentsentwicklung im dritten Quartal
Bei Betrachtung der Sortimentsentwicklung des dritten Quartals zeigen sich Verluste insbesondere auch bei den Gartensortimenten. So gingen die Umsätze bei Gartenmöbeln (22,9 Prozent gesamt/23,9 Prozent bereinigt), Lebendem Grün (15,1 Prozent gesamt/8,1 Prozent bereinigt), Gartengeräten/Be- und Entwässerungsanlagen (14,6 Prozent gesamt/7,5 Prozent bereinigt) und Gartenausstattung (12,1 Prozent gesamt/6,0 Prozent bereinigt) zum Teil deutlich zurück. (ts)