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Diskussionsrunde: Grün – Für Stadt und Land

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Welche Bedeutung hat Stadtgrün für die tägliche Lebensumwelt der Menschen und der Grünen Branche? Das versuchten Vertreter der Branchenverbände BGL, BdB, ZVG und bdla auf ihrem gemeinsamen Parlamentarischen Abend mit Bundespolitikern in Berlin zu erörtern.

Die Gastgeber des Parlamentarischen Abends (v. l.): bdla-Präsident Till Rehwaldt, BGL-Präsident Lutze von Wurmb, BdB-Präsident Helmut Selders und ZVG-Präsident Jürgen Mertz. Foto: BGL

Motto: „Grün – Für Stadt und Land“

Das Motto der Veranstaltung „Grün – Für Stadt und Land“ war dabei gleichzeitig Programm. Vorrangig ging es den Gastgebern – dem Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla), dem Bund deutscher Baumschulen (BdB) und dem Zentralverband Gartenbau (ZVG) – darum, über die politischen Ziele und Maßnahmen der Bundesregierung in der Stadtentwicklung, im Gartenbau sowie im Garten- und Landschaftsbau zu diskutieren.

Insgesamt 20 Abgeordnete des Deutschen Bundestages, Staatssekretäre und Mitarbeiter der Bundesministerien waren der Einladung der vier Branchenverbände in die „Deutsche Parlamentarische Gesellschaft“ gefolgt, um gemeinsam die ökologische, soziale und ökonomische Bedeutung von Grün in der Stadt und im ländlichen Raum zu erörtern.

Aufstockung der Fördermittel wünschenswert

Unter anderem ging es dabei um die Aufstockung des Förderprogramms „Zukunft Stadtgrün“, das laut BGL-Präsident Lutze von Wurmb ein wichtiges Instrument zur Umsetzung des Weißbuchs „Grün in die Stadt“ ist. Deshalb wäre mittelfristig eine Erhöhung der Bundesmittel auf 100 Millionen Euro wünschenswert, wie von Wurmb erklärte.

bdla-Präsident Till Rehwaldt hob in seiner Erklärung die herausragende Bedeutung der „Grünen Infrastruktur“ bei der Anpassung an den Klimawandel, der Förderung der Biodiversität und der Verbesserung der alltäglichen Lebensumwelt der Menschen hervor. Wie alle vier Verbandspräsidenten in diesem Zusammenhang betonten, kann die Grüne Branche mit ihrem Know-how wertvolle Lösungsansätze zur Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels liefern.

Mehr Grün für attraktives und gesundes Wohnumfeld

Außerdem, so waren sich die Gastgeber des Parlamentarischen Abends einig, sorgt lebendiges Grün in den Städten und im ländlichen Raum für ein attraktives und gesundes Wohnumfeld. Wie BdB-Präsident Helmut Selders ergänzte, sind Pflanzen und Bäume zudem wichtig als Hauptträger der biologischen Vielfalt. Das Know-how der Baumschulwirtschaft bei der Auswahl der passenden Sorten für den jeweiligen Standort sei dabei von großer Bedeutung.

ZVG-Präsident Jürgen Mertz wies in seinem Statement auf das verbindende Element aller vier Branchenverbände hin – die Pflanze. In diesem Zusammenhang kann die Kompensationsverordnung Mertz zufolge ein wirksames Instrument sein, um noch mehr Grün in die Städte zu bringen.

Weitere Themen der gemeinsamen Veranstaltung waren die Stärkung der „doppelten Innenentwicklung“, Wettbewerbsgleichheit zwischen öffentlichen und privaten Unternehmen, Entschädigungen bei Quarantäneschädlingen und die Pflanzenschutzmittel-Zulassung.