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DIY: Baumärkte machen Minus

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Das DIY-Branchenergebnis steht im ersten Quartal 2018 ganz im Zeichen des Wetters und damit einhergehend einer rückläufigen Umsatzentwicklung von 7,1 Prozent. Deutliche Rückgänge gab es bei den Gartensortimenten mit hohen zweistelligen Verlustraten. Die aktuellen Marktzahlen gab heute der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) bekannt.

Gartensortimente wie Gartengeräte, Lebendes Grün oder Gartenmöbel verbuchten im ersten Quartal im Baumarkthandel zweistellige Umsatzrückgänge. Foto: Pixabay

Geschäft mit Gartensortimenten immer wichtiger

BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst hebt hervor: „Für den Baumarkthandel wird das Geschäft mit Gartensortimenten zunehmend wichtig, der Umsatzanteil mit Pflanzen, Ausstattungen für Gärten und Terrassen, Grills, Hochbeeten oder Gartenteichen liegt mit Blick auf die vergangenen Jahre bei rund einem Viertel bis zu einem Drittel des Gesamtjahresumsatzes.“ Entsprechend mache sich unpassendes Wetter umgehend im Quartalsergebnis bemerkbar.

Herbe Verluste mussten in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres insbesondere die Gartensortimente hinnehmen:

  • Gartenchemie/Erden/Saatgut (minus 43,9 Prozent)
  • Gartenmöbel (minus 37,0 Prozent)
  • Lebendes Grün (minus 30,7 Prozent)
  • Gartengeräte/Be- und Entwässerung (minus 30,3 Prozent) 
  • Gartenausstattung (minus 19,3 Prozent)

Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2017 konnten die Gartensortimente im Baumarkthandel noch deutliche zweistellige Umsatzzuwächse verbuchen.

Positiv entwickelten sich dagegen die Warengruppen Möbel (plus 5,5 Prozent), Technik/Büro/Unterhaltungssortimente (plus 2,5 Prozent), Werkzeuge/Maschinen/Werkstattausstattung (plus 1,8 Prozent) sowie Sanitär- und Heizungswaren (plus 1,3 Prozent).

Jahresziele 2018: Baumarkt-Branche zuversichtlich

Die Frühjahrsmonate seien mittlerweile im Jahresverlauf die größten Umsatzbringer beim Geschäft der Branche. Für 2018 hatte der BHB ein Mehrumsatz von 1,3 Prozent, flächenbereinigt einen Umsatzzuwachs von einem Prozent prognostiziert. „Trotz der aktuellen Branchenentwicklung sind wir für das Gesamtjahr 2018 nach wie vor zuversichtlich, unsere Jahresziele zu erreichen, dies insbesondere mit Blick auf die aktuellen Umsatzentwicklungen im April und in der ersten Mai-Woche“, sagt Wüst.

Damit hoffe die Branche sogar, die im März aufgrund von extrem kalten Temperaturen und Schneefällen in Teilen des Bundesgebiets nicht erzielten Umsätze wieder aufholen zu können.