TASPO GartenMarkt

Düngung von Containerpflanzen

Gehölze in Containern können mit unterschiedlichen Methoden gedüngt werden. In der Praxis dominiert die Einmischung von ummantelten Depotdüngern ins Substrat und die Flüssigdüngung mit Nährsalzen. Es werden aber auch kompaktierte Langzeitdünger oder organische Produkte eingesetzt. Häufig werden verschiedene Methoden miteinander kombiniert. Eine Übersicht dazu vermittelt das aktuell erschienene Arbeitsblatt des Kuratoriums für Technik im Bauwesen und in der Landwirtschaft (KTBL), für dessen Inhalt Heinrich Beltz von der Lehr- und Versuchsanstalt Bad Zwischenahn verantwortlich zeichnet.

Seit fast fünfzig Jahren sind ummantelte Depotdünger auf dem Markt, deren Kern aus mineralischen Nährsalzen mit einer wasserdurchlässigen Hülle ummantelt wird. Sobald Feuchtigkeit eindringt, setzen die Düngerkörner durch den im Inneren des Korns entstehenden osmotischen Druck Nährsalze frei (Diffusion), die dann von den Pflanzenwurzeln aufgenommen werden können.

Das erste Produkt weltweit auf dem Markt war Osmocote, das mittlerweile zu den Folgeprodukten Osmocote Pro und Osmocote Exact weiterentwickelt wurde. Von Wettbewerbern wurden ummantelte Dünger mit Hüllen aus anderen Materialien entwickelt und konkurrieren auf dem Markt mit Osmocote und untereinander. Alle diese Produkte wirken grundsätzlich ähnlich, unterscheiden sich aber in ihrer Zusammensetzung und im Freisetzungsverlauf der einzelnen Nährstoffe voneinander.

Die Freisetzung selbst ist vor allem zeitabhängig, aber sie steigt auch mit höheren Temperaturen etwas an. Die meisten Depotdünger werden nach ihrer Freisetzungsdauer in Gruppen aufgeteilt (Referenztemperatur 21 Grad Celsius): 12M- beziehungsweise 12–14M-Dünger für die Topfung im Herbst/Winter (September bis Februar), 8M/8–9M/9M-Dünger für die Topfung von März bis Mitte April, 5–6M/6M-Dünger für den Einsatz von Mitte April bis Juni und 3–4M/ 4M-Dünger für die Bevorratung ab Juni.

Diese Angaben sind nur grobe Richtwerte. Für Kulturen, die unter Glas oder Folie stehen oder besonders lange wachsen, sind Dünger mit längerer Laufzeit besser geeignet als für Kulturen, die im Sommer früh abschließen. Bei Nutricote wird im Unterschied zu den vorher genannten Düngern die Laufzeit in Tagen angegeben (zum Beispiel T 100). Diese im Labor bei 25 Grad Celsius ermittelten Richtwerte beziehen sich damit auf eine andere Temperaturgrundlage als bei den übrigen Düngern und können daher nicht in die Laufzeit von Produkten anderer Hersteller umgerechnet werden.

Erfahren Sie mehr über Dosierung von Depotdüngern, Düngerdosiergeräte und Spurenelementversorgung in der aktuellen TASPO Ausgabe 03/2013. (ts)