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EHI-Ladenmonitor: Handel investiert

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Der EHI-Ladenmonitor 2017 zeigt, dass Handelsunternehmen in Deutschland weiter auf hohem Niveau in ihre stationären Geschäfte investieren – 2016 mit insgesamt 6,64 Mrd. Euro. Für 91 Prozent der Händler steht dabei die Bestandsoptimierung klar im Fokus.

Investitionsschwerpunkte in der Ladeneinrichtung. Quelle: EHI-Ladenmonitor 2017

Kaum ein Thema schürt aktuell die Diskussion zur Zukunft des Handels mehr als die Digitalisierung. Umso wichtiger ist deshalb eine umfangreiche Analyse, welche Ansätze und Strategien der Handel derzeit verfolgt, damit das stationäre Geschäft auch weiterhin seine herausragende Bedeutung nicht verliert.

Claudia Horbert, EHI-Leiterin Forschungsbereich Ladenplanung und Einrichtung und Autorin der Studie EHI-Ladenmonitor 2017, hat 50 Ladenbauexperten im Einzelhandel aller Branchen befragt und den Status Quo sowie die Entwicklungslinien der Geschäftskonzepte der führenden Handelsunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgezeigt.

Höhere Neubaukosten

Die Händler optimieren vor allem bestehende Bauten. Neben umfassenden und tiefgreifenden Umbauten gehören dazu immer mehr Kleinprojekte, die für optische Verbesserungen und einen ständigen Wandel auf der Fläche sorgen.

Handelsunternehmen geben ihr Geld aber ebenfalls für Neueröffnungen aus. Insbesondere der Lebensmittelhandel investiert dafür je nach Ladengröße bis zu 11,4 Prozent mehr als in den Vorjahren – hauptsächlich in LED-Technologie und Kältetechnik. Denn Energieersparnis und Nachhaltigkeit besitzen für Händler oberste Priorität, aber auch Visual Merchandising gewinnt an Bedeutung.

Auch in einigen Branchen des Nonfood-Handels sind die Einrichtungsinvestitionen für Neueröffnungen 2016 gestiegen. So gaben Drogeriemärkte dafür 458 Euro pro m² Verkaufsfläche (plus 1,8 Prozent) aus und Baumärkte 168 Euro pro m² (plus 13,5 Prozent).

Zugleich wird das Visual Merchandising für die individuelle Gestaltung von Verkaufsflächen stetig bedeutsamer: Die Investitionsbereitschaft des Handels hat sich dort branchenübergreifend nahezu verdoppelt.

Klare Raumstruktur

74 Prozent der Händler präsentieren ihre Waren in großzügigen und offen gestalteten Verkaufsräumen. Bei 54 Prozent sorgen zudem breite Gänge für Bewegungsfreiheit und Übersichtlichkeit. Darüber hinaus gibt eine klare Raumstruktur sowie die Gliederung von Abteilungen und Sortimenten den Kunden Orientierung.

Für die Ladengestaltung sind vor allem nachwachsende Rohstoffe oder naturbelassene Materialien von Belang, beispielsweise Kork oder Flachs. Speziell Holz ist dafür unverändert ein beliebtes Material – 64 Prozent der befragten Unternehmen setzen es als Gestaltungsmittel in der Ladenmöblierung ein.