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Einzelhandelsgärtnereien erzielten 2009/10 gute Umsätze

In der im November erschienenen 54. Ausgabe der „Kennzahlen für den Betriebsvergleich im Gartenbau“ sind auch die Daten von Einzelhandelsgärtnereien ausgewertet worden.
Der Betriebsertrag, der vergleichbar ist mit dem Umsatz, beinhaltet bei den Einzelhandelsgärtnereien nicht nur die Erträge aus der Produktion, sondern auch die Erträge aus Handel und Dienstleistungen.

Ergebnisse des ZBG-Kennzahlenvergleiches zum Jahr 09/10 für Einzelhandelsgärtnereien Quelle: ZBG, Kennzahlenheft 54

Im Jahr 2009 wurden diesbezüglich im Durchschnitt 502.965 Euro pro Einzelhandelsgärtnerei erzielt. Verglichen mit dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 12,4 Prozent. Darüber hinaus konnten die erfolgreichen Betriebe (1. Drittel) im gleichen Zeitraum den Betriebsertrag um 21 Prozent steigern. Betriebe des 1. Drittels erwirtschafteten einen größeren Teil ihrer Erträge mit Handelsware, haben also einen geringeren Anteil an Eigenproduktion. Dies könnte für eine stärkere Spezialisierung und Ausrichtung auf den Bedarf der Endkunden bei den erfolgreichen Betrieben sprechen.

Der prozentuale Anteil des Betriebsaufwands plus Lohnansatz am Betriebsertrag beträgt bei den Betrieben im Mittel 2009 circa 99 Prozent, im Gegensatz zum Vorjahr konnte hier der Anteil minimal gesenkt werden. Der Anteil der Betriebe im 3. Drittel beträgt 111 Prozent und konnte auch hier um 2,4 Prozent gesenkt werden. Der Lohnsatz wird als kalkulatorischer Ansatz für nicht-entlohnte Familien-AK betrachtet. Die Höhe dieses Lohnansatzes orientiert sich dabei an dem Lohn, den die Familien-AK außerhalb des Betriebes erhalten würde.

Die Lohnaufwendungen stellen einen Großteil der Betriebsaufwände dar und sind somit von zentraler Bedeutung. Der jährliche Lohnaufwand für eine Fremd-AK lag im Kalenderjahr 2009 durchschnittlich bei 22.619 Euro. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Lohnaufwand pro Fremd-AK im Mittel um rund sieben Prozent. Die erfolgreicheren Betriebe (erste Drittel) zahlen dabei verglichen mit den Betrieben im Mittel etwa 4.400 Euro mehr für eine Fremd-AK, verglichen mit den weniger erfolgreichen Betrieben sind es sogar 6.900 Euro.

Inwieweit die Faktoren Arbeit und Kapital bei Einzelhandelsgärtnereien im Jahr 2009 gemeinsam eingesetzt werden, zeigt der Rentabilitätskoeffizient. Bei den Einzelhandelsgärtnereien im Mittel betrug der Koeffizient 0,96, was bedeutet, dass die Entlohnungsansprüche von Arbeit und Kapital nur zu 96 Prozent erfüllt werden. Die weniger erfolgreichen Betriebe erzielten einen Wert von 0,67. Dies lässt erkennen, dass das erzielte Einkommen nicht zur Abdeckung der Aufwändungen und kalkulatorischen Größen genügt. Lediglich die Betriebe des 1. Drittels lassen erkennen, dass mit einem Koeffizienten von 1,13 das erzielte Einkommen für die Abdeckung aller Kosten ausreicht und darüber hinaus noch finanzielle Mittel für die unternehmerische Tätigkeit zur Verfügung stehen. (Marit Fischer, ZBG)